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Im Oktober sollen die ersten Kunden probieren können

Japanische Brauerei will klimaneutralen Sake noch in diesem Jahr auf den Markt bringen

Traditioneller Sake, in Japan auch „Nihonshu“ genannt, verfügt über viele Eigenschaften, die ihn noch heute bei den Kunden beliebt machen. Viele japanische Brauereien legen in jüngster Zeit einen größeren Fokus darauf, nachhaltige Produkte vorzustellen. Seit Jahrhunderten besteht Sake aus den drei Zutaten Reis, Wasser und Hefe und gilt deswegen als natürliches und veganes alkoholisches Getränk.

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Insoweit hat Sake bereits einen gewissen Ruf zu verteidigen. Eine Brauerei in der Stadt Kobe (Präfektur Hyogo) ist aber der Meinung, dass sie noch mehr tun kann. Die Kobe Shushinkan ist eine renommierte Brauerei, die seit 1751 Nihonshu herstellt. Sie hat für ihre Kreationen bereits viele Preise gewonnen und ein Kobe Shushinkan-Produkt wurde sogar schon einmal bei der Nobelpreisverleihung ausgeschenkt. Jetzt schickt sich das Unternehmen an, den weltweit ersten emissionsfreien Sake auf den Markt zu bringen.

Sake aus besten und umweltfreundlichen Rohstoffen

Der „Fukuju Junmaishu Eco Zero“ ist eine Abwandlung des beliebten Fukuju von Kobe Shushinkan. Bei der Herstellung dieser Sorte werden nur nicht-fossile Brennstoffe als Stromquelle verwendet. Die Brauerei setzt dafür auf kohlenstoffneutrales Flüssiggas, das aus der Region kommt. Gleichzeitig senkt die Brauerei im Allgemeinen ihren Stromverbrauch, was zum Beispiel durch neue LED-Lampen erreicht wird. Beim Brauprozess werden die Reiskörner zu 80 Prozent gemahlen, normal sind nur 70 Prozent. Dadurch wird letzten Endes sogar weniger Strom verbraucht und gleichzeitig wird der Geschmack des fertigen Getränks komplexer. Spezieller Daiginjo-Reis sorgt außerdem für ein fruchtiges Aroma.

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In den meisten Brauereien wird „Shubo“ verwendet. Diese sogenannte Sake-Mutter ist eine breiige Masse aus gedämpften Reis, die bei der Kultivierung der Hefe zum Einsatz kommt. Hefe wiederum wird für die Gärung des Alkohols benötigt. Das Dämpfen kostet aber auch wieder Energie, deswegen verwendet das Unternehmen für seinen Fukuju Junmaishu Eco Zero Trockenhefe, sodass dieser Schritt entfällt. Obendrein kann dadurch der gesamte Brauprozess beschleunigt werden, was ebenfalls Energie einspart.

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Internationales Angebot

Zudem haben die Flaschen keine Etiketten, die extra hergestellt werden müssen und zusätzliche Materialien und Energie erfordern. Bleifreie Tinte, die durch elektrostatische Beschichtung direkt auf die Flasche aufgetragen wird, zeigt den Namen. Der Fukuju Junmaishu Eco Zero kommt Mitte Oktober in Japan in den Handel und kostet voraussichtlich um die 1.500 Yen (circa 11 Euro) pro Flasche. Verschiedenen Geschäfte haben bereits ihr Interesse an dem Produkt bekundet.

Die neue Variation ist aber nur der erste Schritt einer größeren Initiative der Kobe Shushinkan. Die Brauerei will bis 2030 vollständig emissionsfrei seinen Sake herstellen und bis 2050 soll die komplette Lieferkette, einschließlich der Landwirtschaft zur Herstellung der Rohstoffe, ohne Emissionen auskommen. Gleichzeitig ist ein Verkauf in 15 Länder geplant, der ebenfalls emissionsfrei verlaufen soll. Das Unternehmen will seine Technik mit anderen Brauereien teilen, um seinen Beitrag zu einem umweltfreundlichen Brauwesen zu leisten.

Fukuju Junmaishu Eco Zero
Neuer Sake für Japans Feinschmecker Bild: Kobe Shushinkan
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