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Japanische Inseln sollen Welterbe werden

Zum wiederholten Mal bewirbt Japan seine Südwestlichen Inseln als Welterbe

Im Jahr 2020 soll die UNESCO die kleine Inselgruppe im Südwesten Japans endlich als Welterbe anerkennen. Denn nachdem der erste Versuch an nicht erfüllten Voraussetzungen der Gegend scheiterte soll dieses Mal alles glatt laufen.

Die drei Inseln Amami Oshima, Tokunoshima, Iriomote und dem Norden von Okinawa sind die erwählten Kandidaten. Denn auf ihnen wachsen subtropische Wälder, die die Heimat für viele verschiedene Spezies bieten. Nur dort kann man Tiere wie den Amami Hasen, die Okinawaralle (eine spezielle Vogelart) und die Iriomote Katze finden. Das besondere Klima und die seltenen Tiere qualifizieren diese Inselgruppe als Welterbe.

Doch bei der ersten Bewerbung im vergangenen Jahr musste die japanische Regierung ihren Vorschlag zurückziehen. Denn sie erfüllten nicht die geforderten Rahmenbedingungen der UNESCO. Genau das wollen sie für die kommende Bewerbung ändern. Bis Februar sollen alle Bedingungen, die die UNESCO für eine Bewerbung als Welterbe stellt vollständig erfüllt sein. Dann will Japan diese Gegend erneut offiziell als Kandidaten vorschlagen. Eine Entscheidung trifft die UNESCO im Sommer 2020.

Da jährlich pro Land nur ein Ort als Welterbe vorgeschlagen werden darf verschiebt Japan die Nominierung der archäologischen Stätte der Jomon Ära. Und das Obwohl diese bis zu 10.000 Jahre in die Vergangenheit blicken lassen. Diese Entscheidung begründet Sprecher Yoshihide Suga damit, dass die UNESCO Naturerbe-Kandidaten bevorzugen würde.

Zuspruch und Sorge treffen aufeinander bei der Wahl der Inselgruppe als Kandidat für das Welterbe

Viele der lokalen Bürger befürworten die Wahl der Inselgruppe. Doch manche sorgen sich, dass erneut die Grundbedingungen für ein Welterbe nicht erfüllt werden können. Denn seit Aufzeichnungen über das Sterben der Iriomote Katzen begonnen haben ist die Rate in die Höhe geschossen. Im Moment töten mehr Verkehrsunfälle denn je die Tiere. Und das obwohl die Infrastruktur für Besucher nicht mal zur Hälfte fertiggestellt ist.

Andere wiederum sehen diese erneute Bewerbung der nseln als Welterbe als Chance und Antrieb, sich besser um die Natur zu kümmern. „Wir haben daran gearbeitet, das Bewusstsein der Bürger darauf zu richten, wie reich und wichtig die Natur ist. Ich bin erleichtert, da es sich nun anfühlt als würden unsere Bemühungen gesehen“ erklärte der 55-jährige Mutsumi Minobe. Er ist aktiver Naturschützer auf Tokunoshima.

Im nächsten Jahr soll die UNESCO jedoch zunächst eine andere Stätte zum Welterbe erklären. Die antiken Grabstätten der Kaiser in Osaka stehen derzeit auf der Liste der Kandidaten. Auch sie reichen weit in die Vergangenheit zurück und seit Mitte des 20. Jahrhunderts fand dort bis vor kurzem keine Untersuchung mehr statt. Erst Vergangenen Monat konnte eine erste Expedition druchgeführt werden.

Quelle: Japantimes

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