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Japanische Jungen-Schulen nehmen Kindererziehung und Hauswirtschaft als Fächer auf

Japanische Jungen, die auf Führungspositionen in Wirtschaft und Politik vorbereitet werden, erhalten an einigen Jungen-Schulen zusätzlich Unterricht in Fächern wie Kindererziehung und Hauswirtschaft. Auf diese Weise richten sich die Schulen gegen die teilweise noch vorherrschenden sexistischen Ansichten über die Rolle der Frau.

Elitäre Sonderlehrer, ausschließlich Männer, unterrichten ihre Schüler an verschiedenen Junior High Schools für Jungen darin, wie sie Kinder erziehen und eine gleichwertige Beziehung zu ihren zukünftigen Ehefrauen aufbauen. Die Pädagogen sind der Meinung, dass sich die Zeiten geändert haben. Heute ist es nicht mehr die ausschließliche Aufgabe des Mannes, Geld für die Familie zu verdienen und den Frauen die Arbeit im Haushalt zu überlassen.

Im Oktober findet an einer Jungen-Schule in Nada ein Kurs zum richtigen Umgang mit Babys statt. Die Jungen können mit den Kleinkindern spielen und sie versorgen. Auf diese Weise sollen die Schüler verstehen lernen, wie schwierig die Arbeit der Frauen im Haushalt und bei der Kindererziehung wirklich ist. Dies fördert ihr Verständnis, auch wenn die Jungen selbst nicht in Elternzeit gehen.

Auch die Ehefrauen von Lehrern nehmen immer wieder an diesen Lektionen teil. Sie diskutieren mit den Schülern ihre Pflichten als Elternteil und sprechen über ihre eigenen Karrieremöglichkeiten.

Die Nada-Schule begann vor vier Jahren mit der Ausbildung von Junior-High Schülern zu verantwortungsvollen Elternteilen. Die Kurse finden in Zusammenarbeit mit Mamahata statt, einer gemeinnützigen Organisation, die arbeitende Mütter in Nagata unterstützt.

Ein hoher Prozentsatz der Schüler der Schule haben Mütter, die hauptberuflich Hausfrauen sind, während die Männer für den Lebensunterhalt sorgen. Deswegen haben nur wenige Jungen die Möglichkeit mit Frauen in Kontakt zu kommen, die in Vollzeit arbeiten.

Schulen sehen Jungen in der Pflicht

Der 66-jährige Direktor unterstützt die Baby-Klasse. Er sieht immer mehr Haushalte, in denen beide Partner arbeiten und es immer öfter auch die Aufgabe des Mannes ist, sich um die Kinder zu kümmern. Die neuen Erfahrungen bereiten die Schüler auf die kommende Zeit vor, so der Direktor.

Bereits vor fünf Jahren begannen die Schüler der Waseda Junior und Senior High School im Tokyoter Stadtteil Shinjuku, Kurse in Hauswirtschaft zu besuchen. Auch der Umgang mit Kindern gehört zum Unterricht. Die Lehrer hoffen, die Jungen so darauf vorzubereiten, sich aktiv an der Kindererziehung zu beteiligen.

Auch in dem Zulassungstest zu höheren Schulen spielen Fragen der Gleichstellung zwischen Mann und Frau eine immer größere Rolle. Von einem Mann wird heute in Japan erwartet nicht nur in der Weltwirtschaft mitspielen zu können, sondern auch die Rolle des Ehemannes und Vaters überragend auszufüllen.

Viele sehen die Zeit der klassischen Rollenbilder als abgelaufen an. Die Ära, in der Frauen zu Hause bleiben und sich um den Haushalt kümmern, ist bereits vor einiger Zeit zu Ende gegangen. Durch die Teilung der Haushaltspflichten sollen neue Personalressourcen gefördert und Arbeitsweisen flexibel an die familiäre Situation angepasst werden.

Quelle: Asahi Shimbun

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