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Home News Kultur Japanische Kimono-Designerin vermischt Tradition und Moderne zu einzigartigen Designs

Sie möchte die traditionellen Kleidungsstücke in die Moderne führen

Japanische Kimono-Designerin vermischt Tradition und Moderne zu einzigartigen Designs

Die Kimono-Designerin Hiroko Takahashi setzt bei ihren Kreationen auf moderne Muster und verbindet sie mit konventionellen Vorlagen. Auf diese Weise kreiert sie Kleidungsstücke, die traditionelles Handwerk und bekannte Bräuche verbinden. So lässt sich auch der große Erfolg ihrer Kimono erklären.

Die Designerin stellt ihre Kreationen sowohl für Männer als auch für Frauen her. Vor allem anmutige Kreise und Linien dominieren. Fotos von Hiroko Takahashi, die eine ihrer Kreationen trägt und bei gespreizten Füßen dasteht, spiegeln die Ansicht der Designerin wider, dass Frauen in einem Kimono immer bescheiden mit Geta durch die Gegend trippeln müssen.

Kimono als Statement einer modernen Frau

Die Designerin vertritt die Ansicht, dass Kimono heute in ihrer Gestaltung freier sein können. Die Mischung aus Modernität und Tradition lernte die Frau während eines langjährigen Studiums der Bekleidungsindustrie.

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Hiroko Takahashi wurde in Asaka in der Präfektur Saitama geboren. In ihrer Familie gehörte die Arbeit mit den Händen immer dazu. Der Vater war Gipser, während ihre Mutter und Großmutter als Schneiderinnen und Stickerinnen zum Familienunterhalt beitrugen.

Durch eine Sendung bei TV Tokyo zum Thema Mode und Arbeit in der Modebranche wurde sie inspiriert, selbst Modedesignerin werden zu wollen. Sie machte eine Ausbildung in einer Schneiderei, schrieb sich aber gleichzeitig an der allgemeinen technischen Hochschule von Saitama ein, wo sie Kurse in Kleider- und Accessoire-Design besuchte. Sie wollte ihre Fähigkeiten an der Nähmaschine so weit verbessern, dass sie selbst Kleider produzieren und verkaufen kann.

Später studierte die junge Frau Färben und Weben an der Universität der Künste in Tokyo, wo sie sich vermehrt mit dem Design von Kimono beschäftigte. Nachdem sie ihr Diplom in der Tasche hatte, begann Takahashi in einem großen Bekleidungsgeschäft als Designerin zu arbeiten. Allerdings merkte sie schnell, dass die Entwicklung von Massenprodukten nicht das war, was ihr Spaß machte. Nach nur einem Jahr kündigte sie diesen Job wieder.

moderne Kreationen
Kimono Heute Bild: Hiroko Takahashi

Die Designerin kehrte zum traditionellen Kimono zurück und nahm sich Zeit, das Kleidungsstück gründlich zu erforschen. Sie wollte Kreationen herstellen, die anders waren als alle, die in Japan hergestellt wurden. Deswegen entschied Takahashi wieder an die Universität zurückzukehren und traditionelle japanische Kleidungsstile zu studieren.

Gegen alle Widerstände

Nachdem sie ihr Atelier eröffnet hatte, wandte sich die Kimono-Designerin an Webereien, die die Stoffe für Produkte herstellten. Allerdings erhielt sie erst einmal nur Absagen, weil viele Betriebe nur altmodische Muster herstellen wollten. Außerdem hielten sie die Kreationen der Frau für Kimono ungeeignet. Im Laufe der Zeit gelang es ihr, einen besseren Draht zu den Herstellern aufzubauen und mit viel Überzeugungsarbeit erklärten sich einige bereit, ihr Atelier zu beliefern.

moderne Frauen in traditioneller Kleidung
Kimono für die moderne Frau Bild: Hiroko Takahashi

Durch die enge Zusammenarbeit erzielte sie einen nachhaltigen Effekt, der sich nicht nur auf ihren Betrieb positiv auswirkte. Mittlerweile kreiert sie zusammen mit Kunsthandwerkern weitere Artikel, wie Yukata, „Furoshiki„-Wickeltücher und Porzellan. Die Kimono Takahashis brachten ihr weltweite Aufmerksamkeit ein. Eine ihrer Kreationen ist in der ständigen Ausstellung des Victoria and Albert Museum in Großbritannien zu sehen.

Die Designerin will jetzt wieder an die Universität zurückkehren, um dort als Gastprofessorin Vorträge zu halten. Die Musashino Art University berief sie als Gast-Dozentin für die Abteilung Industrie-, Innen- und Kunsthandwerk. In Zukunft will sich Takahashi auf die Förderung junger Designer konzentrieren.

AS

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