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Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne für die Produktion der klassischen Designs

Japanische Kunsthandwerker machen mit traditionellen Techniken moderne Masken

Die japanischen Kunsthandwerker schauen auf eine lange Geschichte zurück. Dank einer Vielzahl engagierter Handwerker, die ihr Wissen durch die Generationen weitergegeben haben, gibt es bis heute viele traditionellen Techniken, die noch verwendet werden.

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Allerdings bringt die Corona-Pandemie auch diese Unternehmen in eine prekäre Lange, denn viele Ausstellungen und Veranstaltungen, bei denen sich die Handwerker und ihre Kunst präsentieren können, finden nicht statt. Diese Messen sind oftmals auch Möglichkeiten, die selbst hergestellten Produkte zu verkaufen. Deswegen suchen die Handwerker nach neuen Plattformen.

Handwerker suchen Wege in der Pandemie

Ein Projekt aus Kyoto mit dem Namen „Takumi New Standard“ will in dieser Krisen den lokalen Handwerkern unter die Arme greifen. Denn ihre Kunst kann in der Pandemie genutzt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Bisher schlossen sich fünf traditionelle Kunsthandwerke dem Projekt an. Hersteller von Noh-Theatermasken, Bambus-Jalousien, Hutmacher, Keramik und Kleidung schlossen sich und ihre Fähigkeiten zusammen, um neue Methoden für ihre Handwerke zu finden und so auch die junge Generation zu inspirieren.

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So verwendet ein Maskenhersteller Designs klassischer traditioneller Noh-Theatermasken, um daraus Gesichtsschilde herzustellen. Diese sehen dann aus wie halbe Noh-Masken, die ebenfalls aus traditionellen Materialien hergestellt werden. Dabei ist vor allem Genauigkeit gefragt und beim Träger muss vorher Maß genommen werden, damit Nase und Wangen auch genau passen.

traditionelles Handwerk für moderne Masken
Noh-Gesichtsschilde Bild: Takumi New Standard

Außergewöhnliche Designs für besondere Gelegenheiten

Sudare sind traditionelle japanischen Jalousien, die oftmals auch als Paravents genutzt werden. Diese bestehen in der Regel aus Bambus. In der Vergangenheit trugen die Menschen in Japan auch Masken aus Bambus. Auf diese Traditionen hat man sich zurück ersinnt, und deswegen Mini-Paravents für das Gesicht gestaltet. Diese sind zwar nicht für den Alltag gedacht, könnten aber für Veranstaltungen wie eine Teezeremonie Verwendung finden.

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Auch das Design eines Hutmachers, das wie eine Pest-Maske aussieht, ist eher für Menschen gemacht, die auffallen wollen. Der dicke und stabile Japan-Denim sorgt allerdings dafür, dass die Masken sehr lange halten. Diese sind vor allem für Cosplay-Events oder für die Inneneinrichtung geeignet.

Das Projekt stellt aber auch Masken-Aufhänger aus japanischer Keramik für moderne Gesichtsmasken vor, die einfach angebracht werden können, um die Maske aufzuhängen. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um Geld für die außergewöhnlichen Kreationen zu sammeln. Die offizielle Webseite des Projekts stellt die Handwerker vor und gibt Auskunft über die Belohnungen, über die sich Spender freuen können, darunter eigens angefertigte Masken oder Workshops in den teilnehmenden Betrieben.

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