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Japanische Shamisen sollen internationalen Markt erobern

Vor allem die Materialien sorgen international für Schwierigkeiten

Hideo Komatsu aus Sagahihara in der Präfektur Kanagawa machte sich seinen Namen als Hersteller außergewöhnlicher Shamisen. Bereits vor 10 Jahren bemerkte er, dass die Verkaufszahlen für die traditionellen japanischen Instrumente drastisch zurückgingen.

Der 64-jährige Komatsu fragte sich, wie der internationale Markt für das Saiten-Instrument aussieht. Eine Shamisen bringt nicht nur einprägsame Klänge hervor, sondern gilt auch als Teil des japanischen Kulturgutes.

Shamisen verwenden traditionell Hunde- oder Katzenhäute für den Klangkörper, der für die Resonanz unabdingbar ist. In Anbetracht der Tatsache, dass in Übersee ein anderes Bewusstsein für den Tierschutz besteht, ein ernstes Problem. Nach langem Probieren gelang es Komatsus Unternehmen, synthetische Stoffe zu entwickeln. Seit drei Jahren gibt es auch Instrumente aus Kunstfell, die ebenfalls eine angenehme Melodie erzeugen können.

Die Komatsuya Ldt. arbeitet außerdem mit bekannten Illustratoren zusammen, um seine Produkte weiterhin bekannt zu machen. Die neuen Shamisen sollen sowohl Musiker als auch deren Zuhörer gleichermaßen begeistern. Das Unternehmen selbst liegt nicht weit von der Midori-Station. Dort werden Shamisen produziert, repariert und vertrieben. Komatsu selbst ist seit über 40 Jahren in der Branche tätig.

Der Meister begann vor 22 Jahren, das Instrument zu erlernen und arbeitete anfangs als Handelsvertreter für Shamisen. Im Alter von 38 Jahren entschied er, sich selbständig zu machen, um nur Instrumente von höchster Qualität zu vertreiben. Er gründete 1992 die Firma Komatsuya. Damals waren „Minyo“-Volkslieder sehr beliebt, weswegen sich die Shamisen von selbst verkauften.

Vor etwa 10 Jahren gingen die Zahlen zurück, was auch am fortgeschrittenen Alter der potenziellen Spieler liegt. Komatsu beschloss, sich dem internationalen Markt zuzuwenden. Anfänglich hielten ihn seine Kollegen für verrückt, da sie meinten, nur natürliche Felle und echtes Leder können einen entsprechenden Klang erzeugen. Bisher können die synthetischen Stoffe die Originale zwar noch nicht vollständig ersetzen, Komatsu will aber weiter forschen.

Shamisen mit hochkarätiger Illustrationen

Im November letzten Jahres startete das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Yoshitaka Amano, dem weltweit bekannten Illustrator von Video-Spielen wie Final Fantasy. Amano steuerte Illustrationen für die Klangkörper der Shamisen bei. Seine „Shaula“-Modelle zeigen eine verführerisch aussehende junge Frau und konnten auch im Ausland ein reges Interesse erwecken. Allerdings sind diese Instrumente kein Schnäppchen.

Die Shamisen sind auf 200 Exemplare limitiert und kosten drei Millionen Yen (25.400 Euro). Trotzdem ist Komatsu zuversichtlich. Die Instrumente sind aus hochwertigen Materialien hergestellt und gelten als Sammlerstücke für jeden Amano-Fan. Vor allem in Großbritannien kamen die Sammler-Stücke gut an, als sie bei einem Festival für japanische Kultur präsentiert wurden.

Selbstverständlich bietet Komatsuya auch Shami-Komachi an, eine Shamisen-Variante, die als Souvenir konzipiert ist und aus künstlichem Leder hergestellt ist. Hier beginnen die Preise bei 19.800 Yen (168 Euro).

Quelle: AS

 

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