Stats

Anzeige
Home News Kultur Japanischer Buddhist will den Westen über das Hakenkreuz des Glücks aufklären

Japanischer Buddhist will den Westen über das Hakenkreuz des Glücks aufklären

Als der buddhistische Mönch Jenjitsu Nakagaki 1986 in Seattle einen Schrein mit einer Blumenzeremonie ehrte, stieß er auf scharfe Kritik, denn die Blumen waren in Form eines gegen den Uhrzeigersinn angeordneten Hakenkreuzes arrangiert.

Nakagaki wusste damals nicht, dass Neonazis und weiße Rassisten das Hakenkreuz der Nazis weiterhin nutzen, um Hass zu fördern. Er kannte das Symbol nur als „Manji“, ein chinesisches Schriftzeichen, das sowohl auf Japanisch als auch Chinesisch „Glück“ bedeutet.

Er verstand damals die Welt nicht mehr, als man ihn bat, das Symbol, das in den Vereinigten Staaten und Europa für Rassismus steht, zu entfernen.

Diese Erfahrung machte der Mönch auch 2009, als er bei einem interreligiösen Workshop teilnahm. Dort wurde das Symbol als Sinnbild für Hass und Rassismus bezeichnet.

„Diese enge und eingeschränkte Perspektive ist für diejenigen unter uns nicht akzeptabel, die das Hakenkreuz in ihrer Religion und Kultur wertschätzen“, so der mittlerweile 57-Jährige.

Mittlerweile ist Nakagaki ein prominenter buddhistischer Priester in New York und veröffentlichte nun ein Buch, in dem er versucht, den Menschen zu erklären, dass das Symbol für Glück nichts mit dem Hakenkreuz zu tun hat.

Im Buch heißt es: „Das Hakenkreuz steht in der buddhistischen Standardversion auf der Fassade quadratisch mit nach links gerichteten Armen, während Hitlers nach rechts gedreht in einem 45-Grad-Winkel ist. Und Hitlers Hakenkreuz hat zwei Bedeutungen: ‚den Sieg des arischen Mannes’ und ‚den Sieg des Antisemitismus’.“

Quelle: Kyodo News

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here