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Japanisches Seminar gegen sexuelle Belästigung startet mit ungewöhnlicher Übung

Sexuelle Belästigung ist ein großes Problem in Unternehmen auf der ganzen Welt. Häufig sind es Männer, insbesondere in Machtpositionen, die sich ihren weiblichen Angestellten ungewollt nähern. Oftmals müssen die Frauen dieses Verhalten akzeptieren, wenn sie ihren Job behalten oder auf der Karriereleiter weiter nach oben wollen.

Japan ist ein Land, das oftmals noch den Opfern die Schuld zuschiebt. Kurze Röcke reichen angeblich schon, um sexuelle Übergriffe zu provozieren. Glücklicherweise ergreifen immer mehr Unternehmen Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel die Verpflichtung zur Teilnahme an einem Seminar über sexuelle Belästigung.

Verschiedene Firmen bieten abwechselnde Seminare an, deren Methoden sich natürlich unterscheiden. Eine möglicherweise sehr effektive Methode könnte darin bestehen, den Männern deutlich zu sagen, wie sie auf ihre weiblichen Angestellten oftmals wirken. Ein Verantwortlicher des Nikkei-Nachrichtendienstes ließ auf Twitter seine Follower an einem Seminar in seinem Unternehmen teilhaben.

Er berichtete, dass er das Seminar gegen sexuelle Belästigung in der Führungsetage seiner Firma ziemlich überraschend fand. Der Seminarleiter drückte den Teilnehmer einen Spiegel in die Hand und forderte sie auf, sich genau anzusehen. Dabei erklärte er ihnen, dass die meisten weiblichen Angestellten sich ihnen gegenüber nett verhalten, weil sie nun einmal der Boss sind und nicht, weil sie die Männer attraktiv finden.

Vor allem Männer in Führungspositionen sollten ihre Stellung innerhalb des Unternehmens nicht vergessen. Frauen haben oft Angst um ihren Job, wenn sie sich Annäherungen gegenüber nicht freundlich zeigen. Sie haben in der Regel kein Interesse an ihrem Gegenüber, das über die berufliche Ebene hinaus geht.

Der Tweet verbreitete sich über Twitter, nicht nur, weil die Geschichte an sich schon ziemlich komisch ist. Auch die moralischen Komponenten stehen weiterhin im Fokus des Interesses. Viele reagieren mit Humor auf die kleine Episode und einige finden die Idee gar nicht so schlecht, da es den Männern direkt vor Augen führt, um was es den Frauen geht.

Allerdings gab es natürlich auch einige Gegenstimmen, die diese Aktion ebenfalls als Belästigung der Männer ansehen. Der Kommentar des Seminarleiters mag nicht gerade nett sein, ist allerdings nichts gegen das, was sich manche Frauen im Alltag gefallen lassen müssen. Einige Nutzer finden die Idee gerade gut, weil sie den Männern ähnlichen Gefühlen vermittelt, wie sie sie bei einer Belästigung egal welcher Art, erfahren. Die Teilnehmer werden genauso auf ihr Aussehen reduziert wie es den Frauen oftmals widerfährt.

Quelle: Hachima Kiko

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