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Das Bonfire-Festival ist zurück

Japans berühmtes Bonfire Festival findet dieses Jahr wieder im vollen Umfang statt

Das Bonfire Festival in Japans ehemaliger Hauptstadt Kyoto soll in diesem Jahr erstmals wieder seit Beginn der Pandemie in seinem vollen Umfang stattfinden können. Die Festtage enden am 16. August traditionell mit der Entzündung der großen Leuchtfeuer in Form von Kanji-Zeichen und -Symbolen an den Berghängen der Stadt.

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Mit der Entzündung der Leuchtfeuer werden in Japan die Geister der Verstorbenen vertrieben, nachdem sie in ihre früheren Häuser „zurückgekehrt“ sind. Mit diesem Ritual enden die mehrtägigen Feierlichkeiten, bei denen traditionell der Vorfahren gedacht wird.

Die Leuchtfeuer

Das erste Leuchtfeuer, das in der Nacht des letzten Festtages entzündet wird, ist das „Daimonji“ auf dem Berg Nyoigatake im Bezirk Sakyo im Osten der alten Hauptstadt.

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Dabei wird am Berghang das Schriftzeichen „dai“, das so viel wie „groß“ bedeutet, aus einer Vielzahl einzelner Lagerfeuer gebildet, die an insgesamt 75 Stellen entfacht werden.

Dem ersten Leuchtfeuer folgen im Laufe der Nacht an weiteren Berghängen das „Funagata“ in Form eines Bootes, eine weitere Dai-Figur, die als „Hidari Daimonji“ bekannt ist, und das „Torii-gata“, das die Form eines Torii-Schreintors hat.

Alle Feuer sollen wieder brennen

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In den Jahren 2020 und 2021 hatte das Bonfire Festival aufgrund der Pandemie nur in einer sehr begrenzten Form stattfinden können.

Organisiert wird das Festival alljährlich vom Verband von Gozan no Okuribi. Yoshio Okamoto, der Leiter des Verbandes, zeigte sich sehr glücklich angesichts der Tatsache, dass diesmal wieder alle Feuer in ihrem vollem Umfang entzündet werden können.

„Jetzt können wir (die Lagerfeuer) endlich in ihrer wahren Form anzünden. […] Es ist wirklich erfreulich, dass traditionelle Techniken zum Stapeln des Brennholzes (an zukünftige Generationen) weitergegeben werden können.“

Laut Okamoto hätten auch die Anwohnenden in der Region den Verband darum gebeten, das Festival in diesem Jahr wieder in seiner Gesamtheit abzuhalten.

Angesichts der pandemischen Situation fügte er noch hinzu: „Wir wollen unser Bestes geben und leuchten, während wir alle Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus treffen.“

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