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Japans Kaiser Akihito erklärt seine Abdankung und dankt den Menschen

Japans Kaiser Akihito erklärte am Dienstag seine Abdankung und bedankte sich für die Unterstützung, die er während seiner 30-jährigen Amtszeit erfahren habe.

Auf der Abschiedszeremonie sagte Akihito: „Ich habe meine Pflichten als Kaiser mit tiefem Gefühl des Vertrauens und Respekts gegenüber den Menschen erfüllt und ich betrachte es als großes Glück, das geschafft zu haben.“

Er dankte auch all den Menschen, die ihn in seiner Rolle als „Staatssymbol“ akzeptiert und unterstützt haben.

„Ich wünsche mir aufrichtig, dass die Reiwa-Ära, die morgen beginnt, stabil und fruchtbar sein wird und ich bete vom ganzen Herzen für Frieden und Glück für alle Menschen in Japan und auf der ganzen Welt“, so der Kaiser.

Um Mitternacht endete die offizielle Amtszeit von Kaiser Akihito

Kaiser Akihito ist der erste Monarch Japans nach 202 Jahren, der im Kaiserpalast abdankt. Heute wird ihm sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, auf den Krysanthementhron folgen.

Bei der Zeremonie waren rund 290 Gäste anwesend, darunter auch Kabinettsminister, die Leiter der beiden Diätenkammern, Richter des Obersten Gerichts und Präfektur-Gouvernuere.

Am Dienstag um Mitternacht endete dann offiziell die Amtszeit und der ehemalige Kaiser wird keine offiziellen Pflichten mehr ausüben. Kaiser Akihito war der erste Monarch, der unter dem Gesetz der Nachkriegszeit den Thron bestieg. Nach dem Krieg hatten die japanischen Kaiser keine politische Macht mehr.

Letztes Ritual vor der offiziellen Feier

Am Dienstagmorgen führte er seine letzten Rituale innerhalb des Palastes durch, um seine Vorfahren über die Abdankung zu unterrichten. Dafür trug er ein Gewand namens „Korozen no Goho“ aus dem neunten Jahrhundert.

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Vor dem Palast versammelten sich viele Menschen, um der Zeremonie beizuwohnen und einen letzten Blick auf die kaiserliche Familie zu werfen.

Der neue Kaiser wird um 10:30 Uhr in der Zeremonie „Kenji to Shokei no gi“ zum Nachfolger von Akihito gekrönt. Damit beginnt in Japan mit Reiwa eine neue Ära.

Die Heisei-Ära – eine Zeit des Friedens

Die Heisei-Ära, was „Frieden erreichen“ bedeutet, begann am 8. Januar 1989, einen Tag nach dem Ableben von Kaiser Hirohito.

Die Ära war eine Zeit des Friedens, in der Japan nicht in einen Krieg verwickelt war. Allerdings stagnierte auch die Wirtschaft und es gab einige schlimme Naturkatastrophen, wie das große Erdbeben in 2011 und der darauffolgende Tsunami im Nordosten Japans, der den Atomunfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi auslöste.

Kaiser Akihito hatte 2016 den Wunsch geäußert, zurückzutreten. Er äußerte sich besorgt darüber, dass er, möglicherweise aufgrund seines Alters, keine offiziellen Pflichten mehr erfüllen könnte. Ein Jahr später erließ der japanische Landtag ein Gesetz, um den Rücktritt zu ermöglichen.

Nach der Abdankung Umzug in den Palast Akasaka

Demnächst werden der ehemalige Kaiser und seine Frau den Kaiserpalast verlassen und einige Zeit in ein Wohnhaus in Tokyo ziehen. Danach geht es in den Palast Akasaka, in dem zurzeit noch Kronprinz Naruhito und seine Familie wohnen. Danach wird der Palast renoviert, bevor der ehemalige Kaiser einzieht.

Quelle: Kyodo, JT, AS, JP

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