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Drei Jahre lang hatte das Festival ausfallen müssen

Jidai Matsuri Festival findet erstmals wieder mit historischer Parade statt

Die Veranstaltenden des großen historischen „Jidai Matsuri“ (Festival der Zeitalter) in Kyoto haben nun offiziell bekannt gegeben, dass das Fest in diesem Jahr zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder in seinem vollen Umfang stattfinden soll.

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Das alljährliche Jidai Matsuri, das traditionell im Oktober gefeiert wird, gehört zu den drei größten und wichtigsten Festen der ehemaligen Hauptstadt und fand erstmals im Jahre 1895 zum Gedenken an den 1.100. Jahrestag der Gründung Kyotos statt.

Japanische Geschichte hautnah erleben

An der Parade des Festivals nehmen für gewöhnlich etwa 2.000 Einwohnende Kyotos teil. Ihre Gewandungen repräsentieren alle Epochen der japanischen Geschichte. Von der Enryaku-Ära (782-806) bis zur Meiji-Restauration von 1868.

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Während der Prozession ziehen die Teilnehmenden vom Kaiserpalast von Kyoto bis zum Heian Jingu.

Keiji Yamada, der Präsident von Heian Kosha, einer Gruppe aus Anwohnenden, die für die Organisation des traditionsreichen Festivals verantwortlich ist, kommentierte: „Es wäre enorm schädlich für den Betrieb des Festivals, wenn es für ein drittes Jahr in Folge abgesagt würde.“

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„Wir beabsichtigen, die Parade in ihrer gewohnten Form abzuhalten und gleichzeitig alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern.“

Erfahrungen und Wissen teilen und bewahren

Die Entscheidung der Veranstaltenden, das Festival in seinem vollen Umfang stattfinden zu lassen, basiert zu einem nicht geringen Teil auch auf ihrer Sorge, dass eine längere Absage der Veranstaltung die Weitergabe von Festival-Know-how erschweren könnte.

„Das Festival läuft immer Gefahr, obsolet zu werden, wenn die Teilnehmer nicht jedes Jahr auf ihren Erfahrungen aufbauen können“, erklärte Takahisa Washio, der Oberpriester von Heian Jingu.

„Das liegt daran, dass es eine Reihe von Rollen und Gesten erfordert, die leicht vergessen werden könnten.“

Ein so großes Festival erfordert viele helfende Hände

Zu einer vollumfänglichen Umsetzung des Jidai Matsuri würden laut Yamada insgesamt rund 4.000 Personen benötigt.

Zwar kann sich das jederzeit ändern, aber die aktuellen Regelungen hinsichtlich der pandemischen Situation erlauben es den Teilnehmenden, auch ohne eine Gesichtsmaske bei der Parade mitzulaufen. Allerdings werden dazu ermutigt, eine Maske zu tragen, wenn sie an überfüllten Orten eine Pause einlegen.

Die Veranstaltenden arbeiten aktuell an den Plänen für das diesjährige Festival. Konkrete Details sind noch nicht bekannt.

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