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Die Einstellung der Strecke ist aber bereits beschlossen

JR Kyushu bringt Sightseeing-Zug vorübergehend wieder auf die Strecke

Der „Hayato no Kaze“ fuhr lange Zeit Besucher in Kagoshima zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und wurde deswegen Sightseeing-Zug genannt. Der auf der Hisatsu- und Nippo-Linie verkehrende Zug wurde allerdings auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Jetzt wird er für drei Monate noch einmal in Betrieb genommen, bevor er dann endgültig außer Dienst gestellt wird.

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Die Kyushu Railway hat bereits vor einiger Zeit beschlossen, beliebte Züge wie den „Hayato no Kaze“ umzubauen. Mit seinen großen Fenstern soll er dann als „Futatsuboshi 4047“ Besuchern die Schönheiten Kyushus zeigen. Geplant ist, dass der neue Futatsuboshi ab Herbst 2022 die Präfekturen Nagasaki und Saga im Südwesten Japans miteinander verbindet. Gleichzeitig bringt eine neue Shinkansen-Strecke im Westen Kyushus die Menschen schneller an ihr Ziel.

Ein Highlight für Touristen

Der „Hayato no Kaze“ wurde im März 2004 als zeitlich begrenzter Schnellzug in Dienst gestellt und verband die Bahnhöfe Kagoshima Chuo und Yoshimatsu miteinander. Das Projekt begleitete die Teileröffnung der neuen Kyushu-Shinkansenlinie.

Der Zug wurde bei Besuchern sehr beliebt, weil er unter anderem die Region um den Vulkan Sakurajima in der Bucht von Kagoshima anfuhr und die Gäste auch zum historischen Bahnhofsgebäude in der Stadt Kirshima brachte. Der hölzerne Bahnhof aus dem Jahr 1903 ist wegen seines nostalgischen Charmes ein echter Touristen-Hotspot.

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Aufgrund fehlender Besucher wegen der Corona-Pandemie und weil die Strecke der Hisatsu-Linie während schwerer Regenfällen zu Schaden gekommen war, wurde der Betrieb im September 2020 bis auf Weiteres eingestellt. Schon am 25. Dezember konnten allerdings die ersten Gäste wieder mit dem Sightseeing-Zug fahren. Die Linie soll jetzt bis zum 21. März 2022 weiter betrieben werden.

Weitere Aktionen rund um den Sightseeing-Zug

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Ein Sprecher der JR Kyushu erklärte, man habe sich zu einer vorübergehenden Wiederaufnahme des Betriebs entschlossen, um das Gebiet entlang der Bahnlinie weiterhin touristisch zu nutzen. Gleichzeitig wollte man den vielen langjährigen Besuchern und Fans des „Hayato no Kaze“ seine Wertschätzung zeigen. Der Zug verkehrt allerdings nur noch an den Wochenenden, außerdem müssen alle Plätze vorher reserviert werden. Aktuell ist es schwer Karten zu bekommen, da die meisten Fahrten bereits restlos ausverkauft sind.

An den Fahrkartenschaltern kann man gegen Vorlage einer Fahrtkarte für einen reservierten Sitzplatz für den „Hayato no Kaze“ einen Gutschein für eine spezielle Bento-Box kaufen. Die Box „Hyakunen no Tabimonogatari Kareigawa“ erobert auf der Rangliste der beliebtesten Zug-Bento-Boxen der Region Kyushu dreimal in Folge den Spitzenplatz. Eine Gedenkkarte soll Fans zusätzlich noch lange an ihre Fahrt mit dem Sightseeing-Zug erinnern.

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