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Katzen-Lord hilft im Westen Japans nach Regenkatastrophen

Ein niedlicher Kater ist nun Lord einer antiken Burg in Westjapan. Denn dank ihr kann die Region sich nach den heftigen Regenfällen des letzten Jahres endlich wieder ein wenig erholen. Sie lockt Touristen an, die zuvor ausblieben und hebt die Besucherzahlen noch über die des Vorjahres.

Sanjuro, wie der Kater mit dem Lord-Titel heißt, erhielt diese Ehre auf eher ungewöhnliche Weise. Aber was ist an dieser gesamten Situation eigentlich nicht ungewöhnlich? Das Tier lief von seinem ursprünglichen Zuhause weg und fand einen neuen Unterschlupf in der Bitchu Matsuyama Burg in Takahahsi, Okayama Präfektur. Der dreijährige Kater trägt bereits den Namen des lokalen Samurai Tani Sanjuro. Ursprünglich war er das Haustier der 40-jährigen Megumi Namba, doch im Juli verschwand er. Dies war besonders schlimm, da zur gleichen Zeit, am 14. Juli, heftige Regenfälle Überflutungen und Schlammlawinen verursachten.

Die Gedanken der Besitzerin möchte wohl kaum jemand durchleben. Doch nach einer Woche geschah etwas Wunderbares. Ein Mann, der in der Burg arbeitete, fand Sanjuro dort, etwa sechs Kilometer von seinem eigentlichen Zuhause entfernt. Er begann, den Kater zu füttern und schnell war klar, dass Sanjuro dortbleiben wollte. Er wurde zum Bewohner des historischen Baus. Schon kurz darauf sorgte der Charm des niedlichen Tieres dafür, dass Hideo Aihara, der leitende Direktor des lokalen Tourismusverbands, ihn zum Maskottchen ernannte. Er erhielt den Titel des Lords der Burg.

Kater Sanjuro wird zum Lord der Burg Bitchu Matsuyama

Die Besitzerin, Megumi Namba, hörte einige Zeit später ebenfalls davon, dass ihr Kater noch am Leben war. Mitte Oktober besuchte sie die Burg, um Sanjuro abzuholen. Später stimmte sie zu, das Tier dem Tourismusverband zu überlassen, sodass er seine neue Rolle als Lord weiterführen konnte. Dank ihm stieg endlich die Zahl der Besucher der Burg wieder an. Aufgrund der Regenfälle waren diese vorher beinahe ausgeblieben. Dank Sanjuro jedoch übertrafen die Zahlen im Oktober die des Vorjahres sogar.

Die Burg ist dabei eigentlich auch ohne den niedlichen Lord Sanjuro mehr als sehenswert. Sie wurde 1240 auf einem 430-Meter hohen Berg errichtet. Das macht sie zur höchsten solcher Struktur mit einem Turm darauf. Aufgrund der außergewöhnlichen Höhe geschieht im Herbst und Winter ein außergewöhnliches Phänomen. Ein See aus Wolken formt sich in den Tälern unter dem Schloss und lässt es so aussehen, als würde es schweben. Dennoch reichte dies nicht, um genug Touristen anzulocken. Daher ist der Kater ganz besonders wertvoll für die Region. Aihara sagte über Sanjuro „Er ist unser Retter, da er die Besucher zurückbrachte. Wir werden ihn als Vertreter der Burg gut betreuen.“

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