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HomeNachrichten aus JapanKulturKloster in Hiraizumi entwickelt Duftsäckchen nach jahrhundertealtem Rezept

Beliebt bei Touristen und Einheimischen

Kloster in Hiraizumi entwickelt Duftsäckchen nach jahrhundertealtem Rezept

Die Kulturstätten in Hiraizumi sind nun seit 10 Jahren Welterbe der UNESCO. Anlässlich dieses Jubiläums wurde nun etwas Besonderes entwickelt: Duftsäckchen nach einem jahrhundertealten Rezept.

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Für die Herstellung der kleinen Duftsäckchen taten sich die Mönche mit Einheimischen zusammen. Sie wurden nach einer Formel aus der Oshu-Fujiwara-Ära vom späten 11. bis zum späten 12. Jahrhundert entwickelt.

Zwei Varianten der Duftsäckchen

Es gibt die Säckchen in zwei Varianten und sie heißen offiziell Hiraizumi no Kaori-Säckchen. Vor allem bei Touristen sind sie beliebt, werden aber auch viel von Einheimischen genutzt.

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Die Fumiko-Variante ist dafür gedacht, einem Brief beigelegt zu werden, um ein köstliches Aroma zu verbreiten, während die Meishiko-Variante in einem Kartenhalter platziert werden soll, um das Aroma auf Visitenkarten zu übertragen.

Lange Tradition der Düfte

Die Tütchen wurden von Horei Nanto, 42, einem leitenden Priester des Motsuji-Tempels, in Zusammenarbeit mit Anwohnern entwickelt. Die Düfte werden aus sechs aromatischen Zutaten gemischt, die auf einer Formel für „Kurobo“-Düfte basieren, die während der Heian-Periode (794-1185) für Feste und andere große Anlässe verwendet wurden.

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In Hiraizumi befinden sich historische Sehenswürdigkeiten, die 2011 zum Weltkulturerbe erklärt wurden, darunter die Tempel Chusonji und Motsuji, Kanjizaio-in Ato, Muryoko-in Ato und der Berg Kinkeisan.

Weniger Touristen durch Corona

Im Jahr 2012 besuchten insgesamt 2,64 Millionen Touristen Hiraizumi. Aufgrund der COVID-19-Pandemie sank die Zahl jedoch auf 900.000 im Jahr 2020. Infolgedessen liegt die Tourismusbranche weiterhin am Boden und viele Gedenkveranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben.

„Auch wenn Sie wegen der Pandemie nicht nach Hiraizumi kommen können, würden wir uns freuen, wenn Sie sich mit den Düften aus der Oshu-Fujiwara-Ära daran erinnern, wie wohlhabend die Stadt vor 1.000 Jahren war“, sagte Nanto.

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