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Knopf-Kunst der Meiji-Zeit wiederentdeckt

In Tarumizu (Präfektur Kagoshima) gehört es für die Knopf-Künstlerin Shiho Murota dazu, auf jedes kleine Detail zu achten.

Die im Südwesten lebende Künstlerin hat praktisch im Alleingang das traditionelle Handwerk der Kunst auf kleinen Satsuma-Knöpfen aus Keramik wieder zum Leben erweckt. Mit ihren charmanten kleinen Designs begeistert sie die Menschen.

Satsuma-Knöpfe wurden während der Meiji-Zeit (1868 – 1912) im Westen beliebt. Das Handwerk, diese als Fläche für Kunstwerke zu verwenden, geriet allerdings in Vergessenheit. Nur wenige Künstler waren in der Lage, die komplizierten und detailreichen Bilder richtig umzusetzen.

Die Keramik-Knöpfe wurden größtenteils mit Natur-Designs veredelt. Die kleinen Leinwände haben in der Regel einen Durchmesser von einem bis fünf Zentimetern, sodass die komplizierten Designs echtes Fingerspitzengefühl erfordern.

Richtige hochwertige Bilder sind trotzdem so detailreich, als würden sie direkt vor den Augen des Betrachters lebendig werden. Shiho Murota entdeckte in einer Zeitschrift zufällig Bilder einiger dieser Arbeiten und war von der besonderen Schönheit sofort fasziniert. Die ursprünglich als Töpfer-Meisterin für Tee-Geschirr arbeitende Künstlerin brauchte 10 Jahre, um dieses Handwerk für sich allein zu erlernen.

Knopf-Künstlerin
Bild: Koichi Anzai

Die junge Frau wollte schon immer etwas völlig Neues ausprobieren. Sie ist nun in der Lage die originalen Knöpfe selbst herzustellen, ohne sich den Fesseln der Tradition unterwerfen zu müssen. Bei den Kritikern kamen ihre Arbeiten sehr gut an, nachdem sie sich bei einer Ausstellung in den USA präsentieren konnte.

Bei einer Auktion im Jahr 2016 fand einer ihrer Knöpfe für rund 890 Euro einen Käufer. In der Regel schafft die Künstlerin ihre Werke allerdings auf Bestellung. Der Preis für eine solche Arbeit liegt in der Regel bei knapp 10.000 Yen (80 Euro) pro bemaltem Zentimeter.

Die kleinen Einzelstücke sind mittlerweile so beliebt, dass Kunden circa ein Jahr auf ihre Bestellungen warten müssen. Die Künstlerin spezialisiert sich bei ihren Werken auf Insekten und die Tiere des chinesischen Tierkreiszeichens. Aber auch neuartige Trends wie Totenköpfe oder lokale Besonderheiten greift sie auf.

Quelle: AS

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