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Kritik an Japans Entscheidung, die Genehmigung für eine Kunstausstellung in Wien zurückzuziehen

Angriff auf die Meinungsfreiheit

Die Kritik an der Entscheidung Japans, die Unterstützung für eine Kunstausstellung in Wien namens „Japan Unlimited“ zurückzuziehen, steht in Österreich und Japan in der Kritik.

Das japanische Außenministerium widerrief die offizielle Genehmigung für die Ausstellung Ende Oktober, einen Monat nach ihrem Start im MuseumsQuartier. Vorab wurden einige Kunstwerke kritisiert, wie ein Video, dass den japanischen Premierminister darstellt, der sich für Kriegsverbrechen entschuldigt.

Kunstwerke, die Themen und Ideen verwenden, die in Japan normalerweise schwer auszudrücken sind

Japan Unlimited umfasst 18 Künstlergruppen aus Japan, Italien und anderen Ländern und läuft bis zum 24. November. Zwei der teilnehmenden Künstler waren auch an der umstrittenen Ausstellung „After ‚Freedom of Expression?“ beteiligt, die wegen einer „Trostfrauen“-Figur in der Kritik stand.

Laut Marcello Farabegoli, dem Kurator der österreichischen Ausstellung, wurde überlegt, wie sich die Beziehungen der beiden Länder in den letzten 150 Jahren vertieft haben und versuchte, eine Sammlung von Werken zusammenzustellen, die Themen und Ideen verwenden, die in Japan normalerweise schwer auszudrücken sind.

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Ende Januar genehmigte die Botschaft von Japan in Österreich die Ausstellung als Gedenkveranstaltung. Farabegoli sandte am 30. Juli eine Liste der teilnehmenden Künstler an die Botschaft.

Botschaft schaute Ausstellung vorab an

Die Mitarbeiter der Botschaft nahmen am 25. September, einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Ausstellung, an der Vorabpremiere teil, und weitere Mitarbeiter waren bei einer Veranstaltung am 15. Oktober anwesend, bei der Künstler der Ausstellung teilnahmen. Laut des Kurators gab es keine Beschwerden.

Die Haltung der Botschaft änderte sich jedoch Ende Oktober, als es Kritik aus der japanischen Bevölkerung gab, die Ausstellung sei anti-japanisch. Das führte die Mitglieder des Nationalen Parlaments dazu, das Problem beim Außenministerium zur Sprache zu bringen. Das Ministerium beschloss daraufhin, den Inhalt der Ausstellung zu überprüfen.

Laut Farabegoli wurde er um diese Zeit von einem Beamten der Botschaft kontaktiert, der ihm mitteilte, dass in Japan ein Problem aufgetreten sei. Dann schickte die Botschaft am 30. Oktober eine E-Mail an das Kunstmuseum, in der sie mitteilte, dass sie die Genehmigung der Ausstellung als Gedenkveranstaltung widerruft. Laut des Kurators hätte die Botschaft von Anfang an den Inhalt der Ausstellung vollständig erfassen müssen.

Beschwerden in Japan

Ein Sprecher der japanischen Botschaft in Österreich erklärte: „Das Außenministerium und die Botschaft erhielten eine Reihe von E-Mails, in denen Ansichten zum Inhalt der Ausstellung geäußert wurde und dass diese Ausstellung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht förderlich ist.“

Es hat einige Zeit gedauert, bis eine Entscheidung getroffen wurde. Die japanische Regierung hat ursprünglich keine Zuschüsse für die Ausstellung bereitgestellt und die Entscheidung hat keinen direkten Einfluss auf die Veranstaltung.

Das österreichische Kunstmuseum, in dem die Ausstellung gezeigt wird, vertritt diesbezüglich jedoch eine andere Auffassung.

Das MuseumsQuartier, das 75 Prozent seiner Fördermittel von der österreichischen Regierung erhält, argumentiert, dass die Meinungsfreiheit geschützt werden müsse und es eine öffentliche Aufgabe sei, Künstler einen Raum zu bieten, in dem sie ihre Ideen ausdrücken können.

Entscheidung Japans ist eine Verletzung der Meinungsfreiheit

Diethard Leopold, Präsident der Japan-Austria Society, der seit vielen Jahren die Beziehungen zwischen beiden Ländern unterstützt, sagte, dass die Entscheidung der japanischen Regierung eine Verletzung der Meinungsfreiheit darstellt. Er fügte hinzu, dass er hoffe, dass sie in der Lage sein würden, alle Probleme zu überwinden, die möglicherweise folgen könnten.

Bisher sollen rund 17.000 Menschen die Ausstellung besucht haben. Es ist nicht geplant, die ausgestellten Kunstwerke zu ändern, und es wird erwartet, dass die Arbeiten wie geplant fortgesetzt werden.

MA

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