• News
Home News Kultur Kunstmuseum in Aichi stellt Meisterwerke online frei zur Verfügung
Anzeige

Kunstmuseum in Aichi stellt Meisterwerke online frei zur Verfügung

Meisterwerke von Edvard Munch, Gustav Klimt und Ito Jakuchu lassen sich ab sofort über die Webseite des Kunstmuseums Aichi herunterladen und kostenlos verwenden. Auf diese Weise stellt das Museum mehr als 1.200 Kunstwerke der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das Museum in Aichi schließt sich damit einem globalen Trend zur Förderung der freien Nutzung urheberrechtsfreier Meisterwerke an, auch wenn dies in Japan bisher nicht üblich ist. Ab sofort steht auf der Homepage eine Datenbank zur Verfügung, auf der zahlreiche Meisterwerke verschiedener Künstler abrufbar sind. Diese können einfach heruntergeladen und verwendet werden.

Die Initiatoren wünschen sich, dass die Bilder über soziale Netzwerke geteilt oder als Vorlage für eigene Kunstwerke genutzt werden. Das Museum besteht allerdings darauf, dass die Nutzer darauf hinweisen, woher sie die Bilder haben und das Museum als Standort angeben.

Mehrere Museen stellen Kunstwerke frei zur Verfügung

Der Kurator des Museums brachte die Idee für diesen Service zum Start des Geschäftsjahr 2018 ins Gespräch. Damals aktualisierte das Kunstmuseum seine Webseite. Bereits im letzten Jahr gingen das Metropolitan Museum of Art in New York, das Art Institut of Chicago, das Amsterdam National Museum und andere renommierten Ausstellungsorte diesen Weg.

Bisher haben sich nur wenige Einrichtungen in Japan, wie das Adachi Museum, diesem Trend angeschlossen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2017 zeigte, dass 36 der 148 befragten öffentlichen Museen in Japan Fotos ihrer Meisterwerke kostenfrei für die Forschung oder für die Arbeit anderer Museen zur Verfügung stellen. Obwohl auf diese Weise bereits einige Bilder kostenfrei zur Verfügung stehen, müssen die Nutzer vorher Auskunft darüber geben, wofür sie die Fotos verwenden.

Die Betreiber der Museen kontrollierten streng, wie genau die Fotos ihrer Meisterwerke verwendet werden. Das Regional-Museum in Aichi entschied sich, einen anderen Weg zu wählen und seine Bilder jedem zur Nutzung freizugeben. Dahinter steht die Idee, dass Meisterwerke in der Gesellschaft geteilt werden sollten, ohne sich vorher durch einen Berg Papierkram zu kämpfen.

Meisterwerk aus Aichi
Bild: Kunstmuseum Aichi

Der Kurator des Kunstmuseums Aichi sagt, dass die meisten Kunstwerke der öffentlichen Museen von Steuergeldern gekauft wurden und somit eigentlich Eigentum der Bürger sind. Da diese Werke nicht mehr unter das Urheberrechtsschutzgesetz fallen, steht einer kostenlosen Bildernutzung nichts im Weg.

Obwohl die Bilder jetzt kostenfrei online stehen, sind die Verkäufe von Bildmaterial des Museums nicht zurückgegangen. Bisher konnte das Museum keine Nachteile feststellen, dass sie ihre Meisterwerke kostenfrei herausgeben.

Erhaltung der Meisterwerke durch Digitalisierung

Unabhängig davon hat die japanische Regierung begonnen, Fotos von Kunstwerken, die in ihren öffentlichen Gebäuden hängen, ebenfalls freizugeben. 2017 ging die Seite ColBase online, auf der Bilder von 9.500 Objekten, die sich im Besitz von vier nationalen Museen befinden, kostenfrei heruntergeladen werden können. Allerdings sind es keine hochauflösenden Bilder. Wer diese verwenden möchte, muss sie über eine externe Agentur kaufen. Die Preise für diese Fotos liegen zwischen mehreren tausend Yen bis zu hunderttausenden Yen.

Um die Bilder freizugeben, waren 11 Kuratoren ein ganzes Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt. Man holte externe Agenten und Bearbeiter ins Boot, um die Bilder bestmöglich zur Verfügung zu stellen. Insgesamt 6.000 Bilder, darunter nicht nur Meisterwerke, wurden für 2,1 Millionen Yen (17.000 Euro) digitalisiert. Die Cloud, in der die Fotos liegen, kostet im Monat 30.000 Yen (240 Euro).

Die Fotos auf der Webseite des Kunstmuseums Aichi sind so hochauflösend, dass sie problemlos verwendet werden können. Sollte eine noch bessere Qualität benötigt werden, reicht eine Anfrage an das Museum.

Quelle: Asahi Shimbun

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück