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Einblicke ins neue Museum

Kunstmuseum in Kyoto erstrahlt nach 3 Jahren Renovierung in neuem Glanz

Das Kyocera Kunstmuseum der Stadt Kyoto, das früher als Städtisches Kunstmuseum von Kyoto bekannt war, wurde im Frühjahr diesen Jahres nach dreijähriger Renovierung wiedereröffnet.

Neben einem vollen Ausstellungsprogramm bringt die Erneuerung des Museums eine Reihe neuer Galerieräume mit sich, die von einigen der besten japanischen Architekten entworfen wurden.

Arbeit eines japanischen Top-Architekten

Als das Museum einer Generalüberholung unterzogen werden sollte, wusste der japanische Architekt und Museumsdirektor Jun Aoki, dass er den Veranstaltungsort durch eine moderne Perspektive verändern und gleichzeitig die Geschichte des Gebäudes ehren wollte.

Das Hauptgebäude des Kyocera-Museums der Stadt Kyoto gehört mit zu den ältesten seiner Art in Japan und wird wegen seiner kaiserzeitlichen Architektur seit seiner Erbauung vor über 80 Jahren verehrt.

Spektakuläres Hauptgebäude
Spektakuläres Hauptgebäude. Bild: Takeshi Kurita

Aoki beschloss, die besten Merkmale des Museums beizubehalten und ihnen Elemente wie eine hölzerne Wendeltreppe in der zentralen Halle hinzuzufügen, um eine bessere räumliche Kontinuität zu gewährleisten.

Anstatt alte Strukturen abzureißen, um Platz für neue zu schaffen, wurden neue Gebäude wie die dreieckige Galerie, die als Higashiyama-Würfel bekannt ist, innerhalb der Grenzen des verfügbaren Platzes auf dem Gelände entworfen.

Gläserne Teestube von Hiroshi Sugimoto

Die gläserne Teestube von Hiroshi Sugimoto ist eine Augenweide. Der „Mondrian“ wurde erstmals 2014 auf der Biennale in Venedig ausgestellt, wo er die Massen mit seiner verblüffenden Einfachheit und seinen makellosen Details in seinen Bann zog.

Die Installation besteht aus zwei Teilen: der Teestube selbst und der Wasserlandschaft, über der sie hängt. Die Installation ist ortsspezifisch; als solche wird sie im Museum nur bis zum 31. Januar nächsten Jahres zu sehen sein.

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Das Museum verfügt über eine Sammlung von etwa 3.600 Werken von Kyoto-Künstlern, die von Gemälden und Skulpturen im westlichen Stil bis hin zu Kalligrafie und Ukiyo-e Blockdrucken reicht.

Im Vorfeld der Wiedereröffnung des Museums haben Künstler und Sammler dem Museum auch eine Reihe von Werken gespendet, von denen einige dauerhaft ausgestellt werden.

Sie können die Stücke aus der Sammlung, die saisonal wechselt, besichtigen, aber die Website des Museums bietet Ihnen auch eine spezielle Seite, auf der Sie die Sammlung durchblättern und sich über die einzelnen Stücke informieren können

Das Museum im Dunkeln

Neben den völlig neuen Ausstellungen im Inneren des Museums wurde auch die Fassade des Gebäudes in ein eigenes nächtliches Display mit farbigen Lichtern verwandelt.

Die Farbe der Lichter ändert sich in der Regel entsprechend dem japanischen 24-Jahreszeiten-Kalender, in dem eine Saison nur 15 Tage dauert.

Wunderschöne Außenbeleuchtung
Wunderschöne Außenbeleuchtung. Bild: fb.com/kyotocitykyoceramuseum

Angesichts der aktuellen Umstände der Coronavirus-Pandemie beschloss das Museum jedoch, dass die Lichter zu Ehren aller Frontarbeiter und medizinischen Fachkräfte, die an der Bekämpfung des Virus arbeiten, blau leuchten werden.

Moderne Art der Kunst

Zusätzlich zu konventionellen Gemälden mit Pinsel, Pigmenten und Leinwand produziert Kimura Shoma Werke in 3DCG und VR, die malerische Regeln beinhalten. Die digitalen Technologien haben dem Künstler neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet, darunter schwebende Linien und Farbfelder.

Kimura Shoma hat auch eine völlig neue Empfindung in seine Malerei mit einbezogen, die er mit der Schwierigkeit verglich, sich durch Wasser zu bewegen. Solche zeittypischen physischen und visuellen Empfindungen sind das Produkt der heutigen Überlagerung von digital und analog.

Komplette Kunst mit 3DCG und VR erstellt
Komplette Kunst mit 3DCG und VR erstell. Bild: kyotocity-kyocera.museum

Was Kimura erforscht, könnte man als ein neues Modell für die Malerei bezeichnen, das diese Entwicklung begleitet. Einschließlich Kimuras neuestem Werk besteht die Ausstellung „Virtually Unswimming“ aus zweidimensionalen Leinwänden, dreidimensionaler VR und Arbeiten irgendwo dazwischen, wobei Klarglasfenster als Träger dienen.

In drei verschiedenen Raumtypen aufgestellt, werden die Werke miteinander verbunden und bieten dem Betrachter gleichzeitig individuelle Einblicke in eine völlig neue Welt der Malerei.

Leckereien aus Kyoto im Enfuse-Café

Jeder muss nach ein paar Stunden Kraft tanken, daher ist es angemessen, dass einer der Neuzugänge des Museums ein modernes Café ist, in dem lokale Spezialitäten serviert werden.

Lokale Köstlichkeiten aus der Region
Lokale Köstlichkeiten aus der Region. Bild: fb.com/kyotocitykyoceramuseum

Das Enfuse-Café verwendet für seine Gerichte lokale Zutaten und bereitet sie mit in Kyoto einzigartigen Kochtechniken zu. Für diejenigen, die bei gutem Wetter lieber in nahe gelegenen Parks essen gehen möchten, stehen auch Picknick-Sets zur Verfügung.

Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Website des Museums.

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