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Kurort vor Tokyo entführt Gäste ins antike Griechenland

Das Freiluft-Resort liegt auf einer kleinen Insel südlich von Tokyo

Gäbe es auf der Insel Niijima nicht einen Hinweis, der auf ein Onsen hinweist, könnte Besucher eines Kurorts auf dem Eiland glauben, wie wären im alten Griechenland gelandet, mit seinen antiken Ruinen und Sehenswürdigkeiten.

Das Yunohama Roten Onsen liegt auf der Insel Niijima, die zur Izu-Inselkette gehört, die etwa 150 Kilometer südlich von Tokyo liegt. Die zerklüftete Landschaft eignet sich perfekt für ein Kurort mit viel frischer Luft. Das Heilbad ist rund um die Uhr geöffnet, vor allem die Aussicht beim Sonnenauf- und -untergang begeistert immer wieder die Besucher.

Nachtansicht auf einen griechischen Tempel in Japan
Niijima bei Nacht Bild: Asahi Shimbun / Erina Ito

Griechenland in Japan

Das Onsen steht sowohl Männer als auch Frauen zu Verfügung, solange sie entsprechend gekleidet sind. Männer müssen eine Hose tragen, Frauen einen Badeanzug. Das Natriumchlorid-haltige Wasser wirkt vitalisierend auf die Haut und die ständige wehende Brise vom Meer her sorgt für ein gutes Gefühl.

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In den Sommermonaten ist die Insel von Touristen belagert, aber gerade an den Wochentagen, oder aktuell sind die Thermalbäder so gut wie leer.

Das Rauschen der Welle, gepaart mit dem außergewöhnlichen Ausblick auf die Ruinen, die ans alte Griechenland erinnern, bieten immer wieder ein Thema, um auch mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Nach offiziellen Angaben entstanden die in Niijima zu sehnenden Kunstwerke aus „Kogaseki“ (einer Art Rhyolith), einem Rohstoff, der auf der Insel oft vorkommt. Der Grundstein für die griechische Anlage wurde bereits Anfang der 1990er Jahre gelegt, als das Onsen renoviert wurde. Schon damals gab es Ideen, das Design der Mittelmeerküste nachzuempfinden.

Glas als Kulturgut

Kogaseki ist ein vulkanischer Bimsstein, der nur auf Niijima und der Insel Lipari in Italien zu finden ist. Er kann mit einer Säge geschnitten werden, bleibt dabei aber feuchtigkeitsresistent und stabil. Früher wurden aus dem Material Häuser, Lager und andere Bauwerke auf Niijima gebaut.

Am Fuß eines Tempels steht eine Skulptur von einem Moyai, was im lokalen Dialekt soviel bedeutet wie „einander helfen“. Auch diese Skulptur wurde aus Kogaseki gefertigt und ist überall auf der Insel zu finden. Dabei zeigt sich eine weitere Fähigkeit des Gesteins, wird es auf 1.400 Grad geschmolzen, entsteht das sogenannte „Niijima-Glas“, das sich durch seine olivfarbene Färbung und einen besonderen Glanz auszeichnet. Seit den 1980er Jahren kommen immer wieder Glaskünstler aus aller Welt auf das Eiland, die auch „Insel des Glases“ genannt wird.

Beschützer für Niijima
helfender Beschützer Bild: Asahi Shimbun / Erina Ito

In den Abendstunden herrscht ein außergewöhnliches Flair auf dem Griechenland-Gelände. Wenn die Ruinen und Tempel unter dem Sternenhimmel beleuchtet werden, ohne dass sie die Schönheit des Himmels überstrahlen oder stören.

AS

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