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Laternenshows erleben ein Revival – Anime der Edo-Zeit laufen wieder

Viele Japaner behaupten, die magischen Laternenshows stellen den Ursprung des heute bekannten Anime dar. Edo Utsushi-e, eine einst beliebte Form der Unterhaltung mit tragbaren Holzlaternen, die Farbbilder projizieren und sie auf scheinbar magische Weise bewegen, erleben in Tokyo gerade ihr Revival.

Die Gruppe Edo Utsushi-e Shachu gibt am 25. März um 14 Uhr und um 19 Uhr zwei Vorführungen ihres Könnens im Nihonbashi-Theater.

Edo Utsushi-e wurde in der Edo-Zeit (1603–1867) entwickelt und gilt gewissermaßen als Ursprung der japanischen Anime, die heute sowohl in Europa als auch in den USA bekannt sind. Etwa 200 Jahre lang verwendeten die Utsushi-e-Spieler Metalllaternen aus den Niederlanden, bevor sie ab circa 1803 auf Holzlaternen umstiegen, die in Japan produziert wurden.

Um die „Taneita“-Dias herzustellen, malten Künstler farbige Bilder auf Glasplatten, die die Spieler anschließend im Holzrahmen montierten. Die Laterne projiziert die Dias auf ein großes Stück „Washi“, traditionell japanisches Papier. Durch einen raschen Tausch der Platten lassen sich die Bilder einfach verändern.

Eine klassische Utsushi-e-Laterne misst 35 x 15 x 20 Zentimeter und ist klein genug, um mit beiden Händen gehalten zu werden. Mehrere Personen bedienen die tragbaren Projektoren, um eine Bewegung zu erschaffen, zum Beispiel ein Minenspiel darzustellen oder einen Samurai einen Pfeil abschießen zu lassen.

Anime Projektor der Edo-Zeit
Bild: Hachioji City Historical Museum

Die Popularität der Laternen ließ ab 1945 allerdings nach, als Filme (Anime) und andere Formen der Unterhaltung an Beliebtheit gewannen.

Satsuma Komahanadayu, der Anführer der Shachu-Gruppe, erfuhr vor etwa 30 Jahren von den Utsushi-e-Laternen. Seit damals versuchte er, sie wieder nachzubauen. 1993 präsentierte er nach einer Vielzahl von Fehlschlägen die erste Utsushi-e-Show während einer Theateraufführung der Gruppe Gekidan Minwa-za, die Komahanadayu unter seinem richtigen Namen, Fumio Yamagata, leitete. Entschlossen, in die Fußstapfen früherer Utsushi-e-Meister zu treten, bezeichnet er sich selbst als die dritte Generation Komahanadayu.

Die Gruppe Minwa-za führte viele Shows im In- und Ausland auf. Ihr Leiter entschloss sich allerdings, die Utsushi-e-Aufführungen zu extrahieren, weil er der Meinung war, sie würden der traditionellen Kunst in der heutigen Zeit nicht weiterhelfen.

Ein amerikanischer Professor für Film- und Medienwissenschaften bezeichnete die Utsushi- e-Performance als eine Kunstform, die Visionen, Töne und Bilder kombiniert, um so Freude und Erstaunen zu erzeugen. Es sind nicht nur Bilder der Vergangenheit, die sich so darstellen ließen. Es handelt sich um eine wichtige Form der heutigen Kunst, um Geschichten außerhalb von Anime mit bewegten Bildern zu erzählen.

Quelle: The Asahi Shimbun

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