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Der ungewöhnliche Ninja-Manga Rakudai Ninja Rantaro erfreut sich in Japan großer Beliebt-heit

Mangaka übergibt Stadt in Wakayama historische Sammlung von Ninja-Waffen

Die Mangaka Sobe Amako erlangte durch ihre Geschichte „Radukai Ninja Rantaro“ in Japan landesweit Bekanntheit. Der TV-Adaption der eher ungewöhnlichen Geschichte folgten mehrere Filme, die den Erfolg der Reihe noch steigerten. Die Zeichnerin ist seit langem leidenschaftliche Sammlerin von authentischen Ninja-Artefakten.

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Die Stadt Kudoyama in der Präfektur Wakayama blickt auf eine lange Ninja-Geschichte zurück. Amako hat jetzt einen Teil ihrer privaten Sammlung in die Obhut der Stadtverwaltung gegeben. Amakos Artefakte umfassen insgesamt 551 Gegenstände. Insgesamt 206 verschiedene Artefakte sollen demnächst im Kudoyama Sanada Museum ausgestellt werden.

Mangaka suchte lange passende Heimat für ihre Ninja- Sammlung

Das Museum ist dem feudalen Kriegsherren Masayuki Sanada und seinem Sohn Nobushige Yukimura gewidmet. Die beiden Krieger wurden nach der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 nach Kudoyama verbannt. Der Sanada-Clan stand in enger Verbindung zu verschiedenen Ninja-Clans, weil sie diese vor allem zum Sammeln von Informationen einsetzten.

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Sobe Amako besuchte bereits Ende Juli die Stadt Kudoyama. Gemeinsam mit dem Direktor des Kudoyama Sanada Museums wandte sich die Zeichnerin an das Stadtbüro und übergab einen Teil ihrer privaten Sammlung an den Bürgermeister Akira Okamoto. Zur Sammlung gehören unter anderem verschiedene Shuriken-Wurfsterne, Kunai-ähnliche Werkzeuge und anderen Waffen, die von Ninja verwendet wurden.

Die Mangaka erklärte, dass sie einige der Artefakte vor etwa 30 Jahren von der Expertin für historische Waffen Yumio Nawa erworben habe. Sie habe die Waffen damals als Referenzmaterial für ihre Arbeiten gekauft. Jetzt sei Sobe Amako froh, die Sammlung an einen passenden Ort übergeben zu können. Vor allem die enge Verbindung der Stadt zu den historischen Kriegern habe sie überzeugt.

Ninja-Fans können sich über aufwendige Ausstellung freuen

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Der Leiter des Museums versprach, dass die Präsentation der Sammlung nicht nur der Zeichnerin, sondern auch den Ninja- und Sanada-Fans entsprechend ausfallen werde. Ursprüngliche plante Amako ihre Sammlung der Stadtverwaltung von Amagasaki (Präfektur Hyogo) zu überlassen. Die Mangaka wurde in Amagasaki geboren und lebt bis heute dort.

Mangaka Sobe Amako will ihre Sammlung für die Nachwelt erhalten
Mangaka übergibt ihre Waffen-Sammlung an Museum Bild: AS

Allerdings hatte die Stadtverwaltung große Probleme, für die Erhaltung der historischen Gegenstände zu sorgen. Deswegen wandte sich die Mangaka an einen Bekannten, der in der Stadtverwaltung von Kudoyama arbeitet. Gemeinsam entschieden sie, der Stadt das Angebot zu unterbreiten, die Sammlung für die Nachwelt zu erhalten.

Bei der offiziellen Vorstellung war die Künstlerin selbst zugegen und berichtete interessante Details über ihre Sammlung und wie sie ihre Arbeit an „Radukai Ninja Rantaro“ beeinflusste. Neben den viele Shuriken ist eine Luntenschloss-Pistole eines der Highlights der umfangreichen historischen Sammlung.

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