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Neues Bühnenstück verbindet Samurai-Geschichte mit Songs der Rockband Queen

Romeo und Julia im alten Japan

Ein neues Theaterstück unter der Regie des Dramatikers Hideki Noda feierte am achten Oktober am Tokyo Metropolitan Theatre Premiere. Das Stück verbindet die Welt der Samurai im 12. Jahrhundert mit den Liedern der britischen Band Queen.

„Q: A Night at the Kabuki“ ließ sich von den Songs des Queen-Albums „A Night at the Opera“ inspirieren. Unter Verwendung der größten Hits der Band versuchte Noda, den Shakespeare-Klassiker „Romeo und Julia“ als traditionelle Samurai-Romanze mit modernen Einflüssen aufzubauen.

Idee entstand bereits vor Queen-Revival

Die britische Rockband Queen rückte 2018 wieder in den Fokus des internationalen Interesses, nachdem der Film „Bohemian Rhapsody„, eine filmische Biografie über den Leadsänger Freddie Mercury, mehrere Oscars einheimste.

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Bereit vor zwei Jahren kontaktierte der Musik-Konzern Sony Music Entertainment Hideki Noda, um ein neues Stück zu schreiben. Dabei sollte das 1975 von Queen veröffentlichte Album die Grundlage bilden. Nachdem die Band ihren Segen gegeben hatte, konnte Noda seine Geschichte, so wie er sie sich ausgedacht hatte, realisieren.

Das Stück erzählt eine alternative Geschichte von Romeo und Julia, in der es darum geht, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie nicht gestorben wären. Den Ort der Handlung verlegte Noda ins 12. Jahrhundert, mit den traditionellen japanischen Familien Genji und Heike, die einen historischen Konflikt austragen, wie es die Montagues und Capultes bei Shakespeare taten.

Viele der Songs des Queen-Albums passen perfekt in das Bühnenstück, wie „Love of my Life“, das in einer besonders bewegenden Szene verwendet wird, in der sich die Charaktere ewige Liebe schwören. Beim Schreiben des Theaterstücks ging Noda vor wie bei einer Oper. Er interpretierte den Text so, dass er zur Geschichte des Stücks beiträgt.

Musik von Queen in Japan
Queen Songs in japanischem Theater Bild: NODA・MAP

Romeo und Julia weitergedacht

Das Stück wirkt wie eine Erzählung, die von einer illustrierten Schriftrolle abgelesen wird. Die Schauspieler tragen moderne, farbige Kimonos, vor einem einfachen Bühnenhintergrund. Nodas Skript regt die Fantasie der Zuschauer an, indem er immer wieder mehrdeutige Wörter und Textpassagen verwendet.

Die Queen-Songs und das Stück auf der Bühne verschmelzen zu einer intensiven und Herz erwärmenden Einheit. Für die Rollen des Romeo und der Julia holte Noda erfahrene Darsteller wie Takaya Kamikawa und Takako Matsu ebenso auf die Bühne wie die Jungstars Jun Shison und Suzu Hirose.

Eines der Schlüsselwörter, das Hideki Noda für sein Stück wählte, ist „Begegnungen“. Ehrfürchtig nähert er sich der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Charaktere, die in einer ganz eigenen Dramatik zusammenfinden.

Kyodo

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