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HomeNachrichten aus JapanKulturNippon Connection stellt Festivalprogramm für 2021 vor

Filmfestival liefert Abwechslung in Pandemie

Nippon Connection stellt Festivalprogramm für 2021 vor

Das 21. Nippon Connection Filmfestival wird in diesem Jahr vom 1. bis 6. Juni online stattfinden und mit 80 aktuellen japanischen Filmen als Video-On-Demand und über 40 digitalen Workshops, Vorträgen & Konzerten wieder ein vielfältiges Angebot für Fans des japanischen Films sowie japanischer Kultur bereithalten.

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Da die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie keine Vorstellungen im Kinosaal erlaubt, wurde nun entschieden, das Festival wie auch im vergangenen Jahr als reines Online-Format abzuhalten. Das kommt insbesondere Fans zugute, denen eine Anreise nach Frankfurt am Main, der Heimat von Nippon Connection, nicht möglich gewesen wäre.

Das 21. Nippon Connection Filmfestival findet wieder online statt

Die Filme des 21. Nippon Connection Filmfestivals werden vom ersten Juni an sechs Tage lang deutschlandweit und teilweise auch außerhalb Deutschlands online abspielbar sein. Die persönlichen Gespräche mit den Filmemachern werden auch in den digitalen Raum verlagert und sollen dort zu einem direkten Austausch einladen.

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Das ebenfalls digitale Rahmenprogramm von Nippon Culture hält in diesem Jahr über 40 interaktive Workshops, Vorträge, ungewöhnliche Performances und Konzerte bereit, mit denen eine Festivalatmosphäre für zu Hause geschaffen werden soll.

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Wie im letzten Jahr wird es wieder den Nippon Online Market auf der Festival-Webseite geben, der zum virtuellen Schlendern, Stöbern und Entdecken einlädt. Ausgewählte Anbieter präsentieren japanische Köstlichkeiten, eine Musik- und Buchauswahl sowie Kleidung, handgemachte Souvenirs und mehr. Für Fans aus Frankfurt am Main und Umgebung könnte das neue Nippon Click & Collect Kiosk interessant sein. Hier können japanische Snacks, Getränke, Filmposter, Festival-Goodies und mehr abgeholt werden, die im Online-Shop des Festivals bestellt werden.

Das komplette Programm sowie Tickets zu allen Filmen und Veranstaltungen sind ab dem 22. Mai auf der Website des Festivals verfügbar. Die Filme können vom 1. bis 6. Juni auf Watch.NipponConnection.com abgerufen werden. Ein Film kostet sechs Euro und kann nach dem Startzeitpunkt innerhalb von 24 Stunden abgespielt werden.

Das Filmprogramm beinhaltet verschiedene Genres, viele Premieren und bekannte Namen

Der Großteil der Filme erlebt beim 21. Nippon Connection Filmfestival seine Deutschland-, Europa-, internationale oder Weltpremiere und es sind wieder Filme unterschiedlicher Genres dabei.

In der Sektion Nippon Cinema ist z. B. Miwa Nishikawa, eine der wichtigsten zeitgenössischen Regisseurinnen Japans mit dem Drama Under The Open Sky mit Koji Yakusho vertreten. The Promised Land von Takahisa Zeze ist ein Mystery-Drama über das eskalierende Beziehungsgeflecht in einem Dorf. Im Thriller A Girl Missing des international ausgezeichneten Regisseurs Koji Fukada gerät eine Krankenschwester in eine mediale Hetzjagd. My Blood And Bones In A Flowing Galaxy von SABU ist ein blutig-romantischer Thriller um eine bedrohte junge Liebe und Shinichiro Ueda ist mit der wendungsreichen Sekten-Komödie Special Actors vertreten.

Der diesjährige Themenschwerpunkt des Nippon Connection Filmfestivals lautet Family Matters – Die japanische Familie zwischen Tradition und Moderne. Durch Online-Vorträge und Filme findet eine Beschäftigung mit alten und neuen Familienentwürfen statt. Das Romantik-Drama his von Rikiya Imaizumi spielt mit Geschlechternormen und konträren Ideen von Elternschaft und Masahide Ichii rechnet in seiner Tragikomödie The Stormy Family mit der Institution Familie ab.

In Kazuya Shiraishis Drama One Night ermordet eine Mutter den gewalttätigen Ehemann und kehrt nach Haft und Untertauchen fünfzehn Jahre später zur Familie zurück. Hajime Tsuda webt in seinem Debütfilm Daughters ein Erinnerungskaleidoskop um zwei Freundinnen und ein Baby und Tatsuya Yamamoto hat mit Nosari: Impermanent Eternity ein nachdenkliches Drama über einen Kleinkriminellen geschaffen. yes, yes, yes von Akihiko Yano ist ein dichtes Kammerspiel um den Tod und die Kraft des Weiterlebens.

Kaizo Hayashis Film Bolt erzählt vom vergeblichen Versuch des Menschen im Monstrum Kernkraftwerk, die radioaktive Katastrophe zu verhindern – und wie es danach in der Evakuierungszone und den Seelen der Menschen weitergeht. Im Road-Movie Voices In The Wind von Nobuhiro Suwa findet ein Mädchen, das beim Tsunami ihre Eltern verloren hat, durch eine Reihe von unerwarteten Begegnungen ihren Lebensmut wieder.

Filme über um das Filmemachen, Dokumentationen, Newcomer und Animes füllen das Programm

Turbulente Filmdrehs im Film und selbstkritische Blicke werden in einer Auswahl an Filmen über das Filmemachen selbst präsentiert. In der Sektion Nippon Docs wird die Weltpremiere eines neuen, aktuell noch unter Verschluss gehaltenen, brisanten Dokumentarfilms von Thomas Ash zu sehen sein.

Ebenfalls als Weltpremiere zu sehen ist Ainu Neno An Ainu vom Künstler-Kollektiv Lunch Bee House über die indigene Ainu-Bevölkerung im Norden Japans und in I Quit, Being “Friends” steht die Freundschaft der gehörlosen Filmemacherin Ayako Imamura zur vom Asperger-Syndrom betroffenen Ma-chan im Mittelpunkt. Während in diesem Jahr die Olympischen Spiele in Tokio geplant sind, befassen sich bei Nippon Connection drei Dokumentarfilme mit der Welt des Sports.

Mit Nippon Visions gibt es ein Angebot an Kurzfilmen von jungen Filmemacher*innen und skurrilen Filmschöpfungen. Weiterhin werden mit Along The Sea von Akio Fujimoto, der traurigen Satire Project Tanuki von Yu Hsin Chiueh und Company Retreat von Atsushi Funahashi harte Perspektiven aufgezeigt.

Takashi Yamazakis 3D-CGI-Abenteuer Lupin III: The First, ON-GAKU: Our Sound von Kenji Iwaisawa, Seven Days War von Yuta Murano und zwei Animations-Kurzfilmprogramme sind in der Kategorie Nippon Animation zu finden.

Nippon Culture hilft bei der Sehnsucht nach Japan

Die Veranstaltungen in der Sektion Nippon Culture halten zahlreiche Highlights bereit und sind weltweit online verfügbar. Die Events finden über Zoom und als Livestream statt. Alle Informationen und Links zur Anmeldung finden sich ebenfalls ab dem 22. Mai auf der Website des Festivals.

Aus Licht, Schatten und Körpern schafft das japanische Handschattentheater Kakashiza aus Yokohama schillernde und humorvolle Geschichten und in einem Schattentheater-Workshop können erste Figuren selbst erlernt werden. Nippon Connection lädt zu zwei Konzerten ein: Das Duo jujumo wird mit Gitarre und Gesang live bei Sonnenuntergang am Strand von Japans südlichster Insel Okinawa auftreten und das Ensemble Hogaku 2.0 kombiniert den Sound traditioneller japanischer Instrumente mit den jazzigen Klängen einer Akustikgitarre.

Es wird interaktive Japanisch-Kurse sowie Vorträge zur japanischen Etikette und zur interkulturellen Kommunikation geben, zwei Manga-Zeichenkurse, mehrere Kochkurse, eine Sake-Verkostung sowie exquisite Gin- und Spirituosen-Tastings.

Spannung ins Kinderzimmer bringen Online-Manga-Zeichenkurse, ein Basis-Sprachkurs und ein Workshop zum japanischen Papiertheater Kamishibai. Für Kinder wird es den Animationsfilm Sumikkogurashi: Good To Be In The Corner von Mankyu geben.

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