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Öffentliches Badehaus bittet Stammgäste um Rücksicht auf junge Nutzer

Generationskonflikt mal anders

Ein Schild vor einem Badehaus in Kyoto, das sich an die treue Stammkundschaft richtet, wird auf Twitter aktuell heiß diskutiert. Das Kyoto-Tamanoyu, ein traditionelles öffentliches Badehaus, hat es selbst hochgeladen. Das Schild bittet die Gäste, junge Leute oder Gäste, die nicht so gute Manieren habe, nicht zurechtzuweisen, sondern ihnen lieber Ratschläge für ein korrektes Verhalten zu geben.

Das Tamanoyu befindet sich im Bezirk Nakagyo. Mittlerweile wurde das Bild mehr als 40.000 Mal retweetet. Viele Leute finden die Idee hinter dem Schild sympathisch, weil sie schon selbst ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Dank seiner langen Geschichte in Kyoto hat das Tamanoyu viele Stammkunden. Obwohl es inzwischen üblich ist, ein eigenes Bad im Haus zu haben, kommen immer noch viele Menschen täglich in das öffentliche Badehaus. Viele wissen die Möglichkeit, mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, zu schätzen, denkt der Betreiber.

Schild vor Badehaus
Bild: Kyoto-Tamanoyu

Die Verantwortlichen freuen sich natürlich über die vielen Gäste, die immer wieder kommen. „Badehaus-Neulinge“ fallen dabei natürlich auf. Vor allem jungen Menschen mit wenig Erfahrung, was das Verhalten in einem öffentlichen Badehaus angeht, fehlen manchmal die richtigen Manieren, die für ältere Besucher selbstverständlich sind. Zum Beispiel benutzen einige nicht genügend Wasser, um sich zu reinigen, bevor sie in die Wanne steigen.  Andere wiederum lassen die Waschschüsseln vor den Wasserhähnen stehen und blockieren sie so. Vor allem bei Frauen sind es oft die langen Haare, die für Unruhe sorgen. Während diese im Wasser nichts verloren haben, binden viele Frauen sie nicht hoch genug, um das zu verhindern.

Wegen eines solchen Verhaltens fühlen sich ältere Gäste oft gestört, was sie auch zum Ausdruck bringen. Das wiederum würde einige Gäste so verärgern, dass sie das Badehaus umgehend wieder verlassen und nicht wiederkommen. Viele öffentliche Badehäuser müssen heutzutage ums Überleben kämpfen, weswegen es schwierig ist, wenn junge Menschen sich abwenden. Dementsprechend fiel es dem Manager schwer die Entscheidung, das Schild aufzuhängen. Es gehe nicht darum, junge Gäste zu maßregeln, denn dies fördere das Zuhören nicht. Die Verantwortlichen denken, dass freundliche Hinweise eher erhört werden und die jungen Gäste dazu bringen, die Fehler nicht zu wiederholen.

Quelle: Twitter

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