Anzeige
HomeNachrichten aus JapanKulturOita wirbt mit Amabie für eine bessere Zukunft nach der Pandemie

Die Figur aus der Sagenwelt wurde das Gesicht gegen die Corona-Pandemie

Oita wirbt mit Amabie für eine bessere Zukunft nach der Pandemie

Amabie, ein Wesen aus der japanischen Sagenwelt, avancierte in Zeiten der Corona-Krise zum Maskottchen für den Kampf gegen die Pandemie in Japan. Jetzt nutzt die Stadt Oita im Südwesten Japans das Wesen, um für sich selbst zu werben.

Anzeige

Eine Gruppe aus der Stadt, die diese wieder bekannter machen möchte, stellte 1.000 Aufkleber mit einem stilisierten Amabie vor und verkauft diese aktuell zum Selbstkostenpreis, also ohne selbst einen Gewinn mit dem Verkauf zu erzielen.

Oita als Land der Legende

Die Gruppe, die sich selbst „New State of Yamatai“ nennt, benannte sich selbst nach einem antiken Land aus der japanischen Legende. Nachdem die Organisation seit 10 Jahren nicht mehr aktiv war, nahm sie jetzt ihr Arbeit wieder auf, um Oita aus seiner depressiven Phase herauszuholen, die durch das Coronavirus verursacht wurde.

LESEN SIE AUCH:  Auch japanische Maskottchen leiden unter der Corona-Krise

Amabie ist ein „Yokai“, der optisch einer Meerjungfrau ähnlich sieht. Das Wesen stammt ursprünglich aus der Edo-Zeit (1603 – 1868) und bekam durch den Ausbruch der Corona-Pandemie in Japan aber einen sehr aktuellen Touch.

Die „Yamatai“-Gruppe gründete sich 1977, nachdem Einheimische in einem Roman herauszulesen glauben, dass das legendäre Königreich in diesem Teil Japans liegen könnte. Die Mitglieder der Gruppe betrachteten sich selbst bald als Bürger des nicht-existenten Landes. 1986 erhielten sie für ihr Engagement den renommierten Suntory-Award für kulturelle Aktivitäten im Dienste der Gemeinschaft. 2010 stellte die Gruppierung ihre Tätigkeiten ein, nachdem ein öffentlicher Konvent ihnen eine Verbindung nach Yamatai absprach.

Ein Zeichen für eine bessere Zukunft

Anzeige

Heute hat die Gruppe wieder einen Präsidenten, der auch in der Stadtverordnetenversammlung von Oita sitzt. Gleichzeitig betreibt er ein Restaurant und einen Laden am Haupteingang des Usa-Jingu-Schreins. Dieser erklärte, die Gruppe wolle jetzt mit aller Kraft gegen die negativen Auswirkungen des Virus für die Region kämpfen. Allerdings wollen die Mitglieder sich durch die Gemeinschaft auch selbst ermutigen, denn viele sind ebenfalls direkt von der Pandemie betroffen.

Der neue Amabie-Aufkleber hat einen Durchmesser von neun Zentimetern und kostet 30 Yen (circa 25 Cent). Bestellungen können direkt per Telefon an die Gruppe gerichtet werden, die die kleinen Glücksbringer auch per Post in alle Welt verschickt.

TM

Anzeige
Anzeige