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84 Filme lassen sich angucken

Online-Sammlung an Heimvideos zeigte den Alltag der Japaner in der Showa-Ära

Über Japan gibt es viele historische Aufnahmen während des Zweiten Weltkriegs. Eine Online-Sammlung an Heimvideos ermöglicht nun einen ganz neuen Einblick in den Alltag der Japaner vor und nach dem Krieg.

Die Webseite Setagaya Chronicle 1936-1983 zeigt zurzeit 84 Videos, die von Privatpersonen in der Showa-Ära gemacht wurden, die von 1929 bis 1989 ging. Die Heimvideos selbst wurden in Japan oder auch im Ausland auf 8 Millimeter Filmen gedreht.

Heimvideos geben einen privaten Einblick in das Leben der Japaner

Wie der Name der Seite verrät, stammt die älteste Aufnahme aus dem Jahr 1936. Die Inhalte selbst sind sehr unterschiedlich und teilweise wurde in Farbe aufgenommen. Unter anderem gibt es einen Film vom Ueno Zoological Garden in Tokyo vor dem Zweiten Weltkrieg.

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Auch gibt es Aufnahmen von den letzten Olympischen Spielen in Tokyo, die 1964 stattfanden. Insgesamt haben alle Filme zusammen eine Laufzeit von etwa 15 Stunden. Organisiert wurde das Projekt von dem Lifestyle Design Center und der gemeinnützigen Organisation Record expression and medium – organization (Remo).

Zusammen hatten sie 2015 Bewohner des Setagaya Bezirks von Tokyo aufgerufen 8-Millimeter-Filme von Heimvideos bei ihnen einzureichen. Man wolle so mehr über die Entwicklung des Bezirks und das Leben der Bewohner erfahren. Um die 300 Filmrollen wurden bisher eingereicht und Heimvideo von etwa 28 Personen werden seit 2019 auf der Webseite gezeigt.

Filme sollen zurück in die Vergangenheit versetzen

Ein Mitarbeiter des Lifestyle Design Centers erklärte, dass die 8-Millimeter-Filme der Ursprung der individuellen Filmaufnahmen sind, die wir heute vor allem durch die Smartphones machen können. Er hofft, dass die Menschen zurück in die Showa-Ära reisen, wenn sie die alten Aufnahmen zu Hause anschauen.

Menschen zeigten sich bisher von dem Projekt sehr begeistert und lobten das Retro-Feeling, was sie an die vergangenen Tage erinnert. Die Filme werden nach dem Ausnahmezustand auch in der Galerie des Lifestyle Design Centers gezeigt, wobei der Eintritt frei ist. Zusätzlich stehen die Aufnahmen Universitäten für ihre Kurse zur Verfügung.

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