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Onsen in Beppu ringen um richtige Wassertemperatur

Vielen Besuchern ist das Wasser einfach zu heiß.

Beppu, in der Präfektur Oita, gehört zu den Städten Japans, die vor allem für ihre Onsen bekannt und beliebt sind. Einige Besucher, die in den Süden Japans kommen, mögen es heiß, andere wiederum weniger.

Beppu verfügt über zahlreichen Onsen und gehört zu den Städten mit dem besten Thermalwasser unter allen Bädern Japans. Aus diesem Grund zieht es viele Japaner und Touristen in die Stadt. Einiges sorgt allerdings immer wieder für Ungemach zwischen den Bade-Gästen, nämlich die Wassertemperatur.

Nachdem es im letzten Jahr viele Beschwerden wegen zu heißen Badewasser gegeben hatte, entschloss sich das Hamawaki Onsen, das drittgrößte Bad in Beppu, Trennwände in die Bäder einzuziehen. Dadurch entstanden mehrere Becken mit verschiedenen Temperaturen.

Diese Maßnahme kostete die Stadt 3,9 Millionen Yen (31.900 Euro) und bedeutet die einmonatige Schließung des Onsen. Von den Besuchern wurden die neuen Becker positiv aufgenommen. Jetzt gibt es heiße Badewannen, die 43 Grad erreichen und weniger warme, die zwischen 40 und 42 Grad Celsius liegen.

Die Gäste freuen sich darüber, jetzt selbst die für sie richtige Wassertemperatur wählen zu können, selbst wenn die Wannen jetzt etwas kleiner ausfallen. Insgesamt habe sich die Stimmung im Onsen positiv entwickelt, seitdem jeder Badegast die für sich passende Wanne wählen kann.

Eine heiße Debatte

Im September letzten Jahres erwies sich das Miteinander als schwieriger. Viele Gäste beschwerten sich, dass ihnen das Badewasser zu kalt war und immer wieder musste heiße Wasser von Hand hinzugegeben werden. Damals lag die Temperatur des Wassers stets zwischen 42 und 44 Grad. Die Mitarbeiter des Onsen haben auf Veranlassung der Stadtverwaltung von Beppu jede Stunde nachgemessen und wenn nötig die Temperatur angepasst.

Eine Mitarbeiterin erinnert sich, dass die Stammkunden sich immer beschwerten, dass das Wasser zu kalt sei. Besucher von außerhalb wiederum, vor allem Familien mit Kindern, beklagten sich über zu heißes Wasser. Dies bedeutete eine schwierige Situation für die Angestellten des Onsen.

Das Hamawaki Onsen liegt in der Nähe der Nationalstraße 10 und ist bis ein Uhr morgens geöffnet. Für ein kommunal betriebenes Badehaus eine ungewöhnliche lange Zeit. Rund 160.000 Besucher kommen jährlich, um im heißen Wasser zu entspannen. Wegen der geringen Nutzungsgebühr von nur 100 Yen (80 Cent) kommen auch zahlreichen Touristen gern nach Beppu und ins Hamawaki Onsen.

Die heißen Bäder stoßen bei jungen Gästen, vor allem bei Kindern, allerdings auf wenig Gegenliebe. Vielen neuen Besuchern ist das Wasser einfach zu heiß, weswegen einige das Bad bereits mieden.

Hakone Kowakien Yunessun Onsen
Bild: AFP PHOTO / Kazuhiro NOGI

Tatsächlich war das Onsen ein beliebter Treffpunkt für Stammgäste geworden, die eine Schwäche für besonders heiße Bäder hatten und deren Temperatur in der Regel über 45 Grad lag. Vor allem ältere Menschen bevorzugten die Hitze, da sie besonders gut bei Schmerzen hilft. Viele kommen schon seit ihrer Kindheit nach Beppu und können es sich gar nicht vorstellen, dass heiße Quellen auch kühler ausfallen können.

Heiß oder zu heiß, das ist die Frage

Im Allgemeinen scheint es so zu sein, dass städtisch betriebene Badehäuser im Vergleich zu privaten Onsen mehr Wert auf heißes Wasser legen. Im ebenfalls beliebten Takegawa Onsen gibt es ebenfalls eine Trennung zwischen heißen und weniger warmen Bereichen. Der Männerbereich ist ein wenig wärmer (44 bis 45 Grad), die Damen mögen es etwas kühler (42 bis 44 Grad). Trotzdem gibt es auch hier immer wieder Beschwerden, dass den Besuchern die Becken zu heiß sind.

Andere Onsen setzen bereits seit längerem auf getrennte Becken, die in der Regel zwischen 41 und 44 Grad Celsius warm ausfallen. Die Wahlmöglichkeiten stehen sowohl männlichen als auch weiblichen Besuchern zur Verfügung.

Eine später durchgeführte Umfrage im Hamawaki Onsen bewies, dass der Umbau bei den Gästen sehr gut ankam. Viele mögen jetzt anmerken, dass zwischen 40 und 42 Grad kein allzu großer Unterschied besteht. Die Forschung belegt, wer nur 15 Minuten in einer Wanne mit einer Wassertemperatur von 39 Grad und mehr liegt, die Wärme viel besser speichern kann.

Der Bürgermeister von Beppu beauftragte Experten, die sich um einen wissenschaftlichen Nachweis für die gesundheitlichen Auswirkungen der heißen Quellen bemühten. Diese kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass zu heißes Wasser nicht gleich mehr Gesundheit bedeutet.

Quelle: AS

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