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Home News Kultur Pikachu-Designerin zeichnet "Amabie" für Schrein in West-Japan

Die Darstellung der Folklore-Figur ist dem Schrein direkt gewidmet

Pikachu-Designerin zeichnet „Amabie“ für Schrein in West-Japan

Die japanische Designerin Atsuko Nishida ist vor allem für ihre Darstellung des beliebten Pokémons Pikachu bekannt, an deren Gestaltung sie maßgeblich beteiligt war. Die Künstlerin besuchte Anfang Oktober den Großschrein von Kasuga. Für diesen Besuch brachte sie eine „Ema“-Holzschnitt-Tafel mit einer Darstellung von „Amabie“ und einem weißen Hirsch mit.

Amabie ist ein Yokai, ein Dämon aus der japanischen Folklore, der angeblich Plagen abwehren kann und deswegen gerade in dieser Zeit zu neuer unerwarteter Popularität kommt. Anfang April, als die Pandemie auch in Japan Fahrt aufnahm, verbreiteten sich die Bilder des Meeres-Geistes aus der japanischen Sagenwelt über die sozialen Netzwerke und gingen direkt viral.

Pikachu-Zeichnerin zu Besuch im Schrein

Die Pikachu-Designerin erklärte bei ihrem Schreinbesuch, dass sie sich bereits seit den frühen Stadien der Corona-Ausbrauchs fragte, was sie tun könnte. Ein Bekannter machte dann den Vorschlag, dass sie mit ihren Fähigkeiten den Yokai Amabie erneut zum Leben erwecken könnte, um damit für ein Ende der Pandemie zu beten. Gleichzeitig sagte die Künstlerin, dass sie ein Faible für Rehe habe und die Tiere schon immer gern gezeichnet hat, deswegen entschied sie sich auch für diese Tierchen als Begleiter für Amabie.

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Die Illustrationen des Kasuga-Schreins sind traditionell in den Farben Weiß und Rot gehalten, weswegen auch Amabie und der kleine Hirsch in diesen Farben auf die Tafel gebracht wurden. Die Darstellungen sollen in den Betrachtern ein warmes Gefühl erwecken und dafür sorgen, dass sie sich wohlfühlen. Atsuko Nishida stellte ihre Tafel dem Schrein als Vorlage zur Verfügung, sodass sich mehr Menschen über ihre niedlichen Bilder freuen können.

Pokémon Pikachu
Fan-Liebling Pikachu Bild: Pokémon Company

Kindern eine Freude machen

Die Zeichnerin erklärte nach der offiziellen Vorstellung der kleinen Tafel, dass es für sie das erste Mal gewesen sei, dass sie eine Opfergabe für eine Gottheit gestaltet habe. Sie beschrieb den künstlerischen Vorgang aber auch äußerst erfrischend. Gleichzeitig äußerte sie die Hoffnung, dass vor allem Kinder sich an den Tafeln erfreuen und aus ihnen in dieser schweren Zeit Kraft schöpfen.

Die Ema-Tafeln mit den Illustrationen von Nishida können seit dem sechsten Oktober exklusiv beim Kasuga-Schrein käuflich erworben werden. Eine Tafel mit Amabie und Hirsch der Pikachu-Künstlerin kostet 1.000 Yen (acht Euro).

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