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Zeremonie war ursprünglich für April geplant

Proklamationszeremonie für Japans Kronprinzen findet im November statt

MS – Nachdem Japan nun seit mehr als einem Jahr einen neuen Kaiser hat, ist es an der Zeit auch endlich den Kronprinzen offiziell zu machen. Das hat sich zuletzt aufgrund der Pandemie jedoch als schwieriger ergeben als gedacht. Nun wurde jedoch endlich der Termin für die Proklamationszeremonie bestätigt.

Am Donnerstag bestätigte Premierminister Yoshihide Suga den neuen Termin. Die Zeremonie für Prinz Fumihito zur Ernennung zum Kronprinzen soll nun am 8. November stattfinden. Er wird damit offiziell zum nächsten Nachfolger des Kaisers erklärt.

Kronprinz darf nur im kleinen Rahmen feiern

Eigentlich sollte die sogenannte „Rikkoshi no rei“-Zeremonie bereits am 19. April durchgeführt werden. Es handelt sich um die letzten Zeremonien für den 54 Jahre alten Prinzen zur kaiserlichen Nachfolge. Aufgrund von Covid-19 wurde die Veranstaltung jedoch abgesagt. Suga verspricht deswegen zu der kommenden Zeremonie, dass sie sich ausreichend auf den Virus vorbereiten.

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Laut ihm wollen sie gründliche Vorbereitungen und Maßnahmen aufstellen, um das Infektionsrisiko niedrig zu halten und gleichzeitig einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. So wird die Zahl der Gäste von 350 auf nur 50 Personen reduziert. Weiter wurde das Buffet-Bankett komplett gestrichen.

Die Proklamationszeremonie ist dabei nicht nur wichtig für Fumihito und seinen Bruder, Kaiser Naruhito, sondern auch für die Regierung. Danach sollen nämlich wie angekündigt umfassende Diskussionen geführt werden, wie weiterhin die stabile Nachfolge des Kaisers gesichert wird. Schon 2017 wurde eine Resolution vom Parlament festgelegt, welche die Regierung auffordert das Thema zu behandeln.

Diskussionen um die weitere Nachfolge

Die kaiserliche Familie schrumpft nämlich immer mehr und zurzeit gibt es mit Fumihito nur drei mögliche Nachfolger. Mit dem 14 Jahre alten Prinz Hisahito, Fumihitos Sohn, und dem 84 Jahre alten Prinz Hitachi sieht die weitere Nachfolge schwierig aus.

Aus diesem Grund wird über Möglichkeiten nachgedacht, wie sich die Nachfolge besser sichern lässt. Während die Bevölkerung nichts gegen einen weiblichen Kaiser hat, will die Regierung lieber die alten Zweigfamilien wieder aufnehmen. Auch über eine Abschaffung der Reglung, dass weibliche Mitglieder der Familie ihren Status verlieren, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten, wird nachgedacht.

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