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Schönheitsfehler ausgebessert

Restaurierung des Tores des Nishi Honganji Tempels abgeschlossen

Nach mehr als drei Jahren wurde die Renovierung des Tores des Nishi Honganji Tempels in Kyoto abgeschlossen. Das Tor steht an der Südseite des Tempels im Bezirk Shinmogyo und zeichnet sich doch seine farbenfrohen Verzierungen aus.

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Das Dach des Tores mit seinen vier Säulen ist mit japanischer Zypressenrinde gedeckt. Es hat Giebel im chinesischen Stil an der Nord- und Südseite und kleine dreieckige „chidori“-Giebel an der Ost- und Westseite.

Restaurierung begann 2018

Das Tor ist ab den Grundsteinen etwa 8,7 m hoch, und seine Säulen sind von Norden nach Süden etwa 4,4 m und von Osten nach Westen etwa 5,4 m voneinander entfernt.

Die Restaurierung an dem Bauwerk im Momoyama-Stil, das mit Schnitzereien, Malereien und anderen Kunsthandwerken verziert ist, begannen im Juni 2018  und dauerten rund drei Jahre und vier Monate. Es ist das erste Mal seit rund 40 Jahren, dass das Tor vollständig restauriert wurde.

Das Tor trägt den Namen „higurashi-mon“ (Ganztagstor) weil man die Zeit aus den Augen verlieren und einen ganzen Tag damit verbringen könnte, seine bemerkenswerte Schönheit zu bewundern.

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Der Nishi Honganji ist der Haupttempel des Honganji-Zweiges der buddhistischen Jōdo-Shinshū-Schule. Er wurde 1591 erbaut, die heutige Tempelanlage stammt aus dem 17. Jahrhundert, da ein Brand die ersten Gebäude zerstörte.

Kleiner Fehler gefunden

Insgesamt 107 Schnitzereien, darunter die eines Pfaus, eines Löwen, eines Qilin – eines imaginären Wesens in der chinesischen Mythologie – und eines Tigers, sind spektakulär.

Da sich bei einer Untersuchung während der Restaurierung herausstellte, dass ein Tier, das für einen Tiger gehalten wurde, in Wirklichkeit ein Leopard mit einem Ringmuster ist, wurde es dieses Mal neu bemalt. Nach Angaben der Bildungsbehörde der Präfektur Kyoto ist unklar, wann der Fehler gemacht wurde.

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