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HomeNachrichten aus JapanKulturFilmemacher Ryusuke Hamaguchi gewinnt den zweiten Preis auf der 71. Berlinale

Der Große Preis des silbernen Bären wird an den Film Guzen to sozo vergeben.

Filmemacher Ryusuke Hamaguchi gewinnt den zweiten Preis auf der 71. Berlinale

Das neuste Werk des Filmemachers Ryusuke Hamaguchi wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Der Film trägt den Namen Guzen to sozo und es handelt sich dabei um ein mehrteiliges Drama.

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Hamaguchi selbst zeigte sich überrascht, dass sein neustes Werk von der internationalen Jury ausgewählt wurde.

Die Jury kürt Ryusuke Hamaguchis Film Guzen to sozo

Auf der 71. Berlinale wurde Ryusuke Hamaguchi mit seinem Film Guzen to sozo, der auf Englisch den Namen Wheel of Fortune and Fantasy trägt, von der internationalen Jury mit dem Großen Preis des silbernen Bären ausgezeichnet.

Auf der Pressekonferenz in Tokyo am 06. März zeigte sich der 42-Jährige positiv überrascht und äußerte sich zu seinem Gewinn. Er gab an, dass er sich nicht hätte vorstellen können, dass ein Film, der von einem so kleinen Team während der Corona-Pandemie hervorgebracht wird, bei einem so großen Film-Festival wie der Berlinale gewinnen würde.

Hamaguchi kreiert eine Dramareihe

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Ryusuke Hamaguchis Film setzt sich zusammen aus drei Kurzfilmen, die sich um Gelegenheiten und Zufälle sowie um jeweils eine andere Frau drehen. Die dialoglastigen Dramen zeigen die Vermutungen und Bedürfnisse der Charaktere, die aus zufälligen Erlebnissen heraus entstehen.

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Die Jury begründet ihre Auswahl wie folgt: „Dort, wo Dialoge und Wörter für gewöhnlich aufhören, fangen die Dialoge dieses Films erst an. Hier gehen sie in die Tiefe, so tief, dass wir uns erstaunt und besorgt fragen: Wie viel tiefer geht es noch? Hamaguchis Wörter sind Materie, Musik, Werkstoff.“

Diese drei Episoden von Hamaguchi stellen einen Teil einer siebenteiligen Serie dar. Für die verbleibenden Episoden gab er an: „Da Kurzgeschichten experimentell sein können, werde ich Wendungen und Plots entwickeln, die das widerspiegeln, was wir ausprobieren wollen.“

Hamaguchis Film wurde bisher noch nicht in Japan veröffentlicht.

Auf der Berlinale werden jährlich zahlreiche Filmpreise verliehen

Die 71. internationalen Filmfestspiele Berlin (kurz Berlinale) wurden vom 01. bis 05. März 2021 aufgrund der andauernden Corona-Pandemie in virtueller Form abgehalten. Der Gewinner des ersten Preises (goldener Bär) ist der Film Bad Luck Banging or Looney Porn von Radu Jude aus Rumänien.

Im Juni in diesem Jahr ist im Rahmen der Berlinale ein Sommer Special geplant, dass einem öffentlichen Publikum die Gelegenheit geben soll, in Anwesenheit der Filmschaffenden eine Auswahl der Filme in ausgewählten Berliner Kinos erleben zu können. Die Eröffnung soll am 9. Juni gefeiert werden.

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Das Filmfestival findet seit 1951 statt und ist seit 1978 in Berlin ansässig. Jährlich wird einer Auswahl an internationalen Filmen unterschiedliche Preise verliehen. Der goldene und der silberne Bär werden seit 1951 als erster und zweiter Preis verliehen. Zusätzlich gibt es weitere Auszeichnungen wie u. a. den Preis für die Beste Regie, die Beste Hauptrolle oder für besondere künstlerische Leistung.

Hamaguchi ist der erste Gewinner aus Japan seit 2014

Im Jahr 2014 gewann Haru Kuroki den silbernen Bären in der Kategorie der besten Schauspielerin für den Film Chiisai Ouchi (engl. The Little House). Ryosuke Hamaguchi, der als diesjähriger Gewinner hatte seinen Durchbruch im Jahr 2015 mit dem Film Happy Hour, der auf dem Lacarno-Filmfestival seine Premiere feierte.

Mit seinem Durchbruchsfilm gewann Hamaguchi bereits zahlreiche weitere Preise.

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