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Schildkrötenpanzer-Weissagung als Vorbereitung auf die wichtigste Zeremonie des neuen japanischen Kaisers

Der neue japanische Kaiser muss demnächst ein wichtiges Ritual namens Daijosai-Opferzeremonie abhalten. Als Vorbereitung dafür fand gestern ein Weissageritus mit Schildkrötenpanzern statt.

Beim Erhitzen der Panzer während des Tentei no Gi Rituals nahmen die Wahrsager Risse war, um zwei Präfekturen auszuwählen, die die Ernte für die Daijosai-Opferzeremonie, die Mitte November stattfinden wird, liefern werden.

Zeremonie nur einmal während der Herrschaft eines Kaisers

Die Zeremonie Daijosai wird von einem neuen Kaiser nur einmal während seiner Herrschaft abgehalten. Bei der Zeremonie bietet der neue Kaiser seinen Vorfahren und den Gottheiten von Himmel und Erde frisch geernteten Reis an. Dabei isst er auch selbst Reis und betet für Friede und reiche Ernten für Japan und den Menschen.

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Für die Zeremonie wurden die Präfekturen Tochigi und Kyoto ausgewählt. Ein Mitarbeiter der Präfekturverwaltung von Tochigi sagte: „Wir sind sehr überrascht, aber es ist eine Ehre, dass Tochigi-Reis ausgewählt wurde.“

Ein Sprecher der Imperial Household Agency sagte, dass sie die Panzer von drei grünen Meeresschildkröten der Ogasawara-Inselkette im Pazifik, etwa 1.000 Kilometer südlich von Tokyo, vorbereitet haben, um acht Stücke für den Weissageritus zu schaffen – zum ersten Mal seit 29 Jahren.

Schildkrötenpanzer von Tieren, die mit einer Sondergenehmigung gefangen wurden

Während der internationale Handel mit grünen Schildkröten nach dem Washingtoner Übereinkommen verboten ist, wurden nach Angaben der Agentur bei der Zeremonie Panzer von Tieren, die mit einer Sondergenehmigung gefangen wurden, verwendet.

Die Schalen wurden so geformt, dass sie 24 Zentimeter lang und 15 cm breit sind und eine Dicke von 1 Millimeter haben. Japanische Vogelkirsche wird üblicherweise als Brennholz im Ritus verwendet.

Die Weissagungen mit Schildkrötenpanzern kommen ursprünglich aus China. In der Vergangenheit hat das Kaiserhaus diese häufiger genutzt, um beispielsweise die Daten anderer kaiserlicher Riten zu bestimmen.

Nachdem die Handwerker, die an der Vorbereitung der Schildkrötenpanzer in der Vergangenheit gearbeitet hatten, entweder gestorben oder in den Ruhestand getreten waren, ging die Rolle an den in Tokyo ansässigen Muschelhandwerker Takao Morita.

Schildkrötenpanzer-Weissagung steht in der Kritik

„Ich musste durch Versuch und Irrtum lernen, da es mein erstes Mal war“, sagte der 68-Jährige. Normalerweise bearbeitet der Handwerker Panzer der Kieferschildkröte um Brillengestelle und Dekoration herzustellen.

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Kaiserliche Riten werden in der Regel von der kaiserlichen Familie selbst finanziert. Aber die Kosten für die Schildkrötenpanzer-Weissagung, sowie die Zahlungen für den zu erntenden Reis, werden von den Steuerzahlern übernommen, da sie zu den Ritualen der kaiserlichen Nachfolge gehören.

Daher stößt dieses Ritual auch auf zunehmende Kritik. „Niemand in der heutigen Zeit glaubt, dass so ein Ritual wirklich die Präfekturen bestimmen kann“, schrieb der verstorbene Shinobu Kobayashi, der Kaiser Hirohito als Kammerherr diente, in sein Tagebuch.

Quelle: JZ, TJT, MS

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