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Der besondere Tanz wird immer im Sommer aufgeführt

Schrein-Mädchen in Kyoto bereiten sich auf heiligen Kagura-Tanz vor

Der Jōnangū-Schrein im Stadtteil Fushimi (Kyoto) ist ein friedlicher und ruhiger Ort und liegt abseits des belebten Stadt-Zentrums. Der heilige Ort ist für seine außergewöhnliche Blumenpracht bekannt, die das ganze Jahr über bewundert werden kann.

Besonders die „weinenden“ Pflaumenbäume am Ende des Winters und Anfang des Frühlings locken immer wieder die Besucher an den heiligen Ort. Den Göttern des Heiligtums wird nachgesagt, dass sie ihre Besucher mit reichhaltigem Glück segnen. Besonders Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Glück beim Autofahren kommen zum Jōnangū-Schrein.

Nagoshi no Harae

Heilige Kagura-Tänze werden bei Festen und besonderen Anlässen das ganze Jahr über von junge Schrein-Mädchen in charakteristischer weiß-roter Kleidung aufgeführt. Am 30. Juni ist immer ein besonderer Tag im Jōnangū, dann wird das Ritual Nagoshi no Harae durchgeführt. Dabei werde die gesammelten Sünden der ersten Jahreshälfte gesühnt und gleichzeitig für viel Glück in der zweiten Hälfte des Jahres gebetet, damit es frei von Krankheiten und Unglücken abläuft.

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Gerade zur aktuellen Zeit, in der die ganze Welt mit dem Corona-Virus zu kämpfen hat, erscheinen solche Zeremonien besonders wichtig und haben eine noch größere Bedeutung als sonst. Damit besonders viele Menschen die Gelegenheit haben, dem Tanz beizuwohnen übten die Schrein-Mädchen schon Tage vorher den Kagura-Tanz. Immer um 10 Uhr morgens, 12 Uhr mittags und 14 Uhr nachmittags übten die Mädchen öffentlich.

heiliger Ort in Kyoto
Chinowa in Kyoto Bild: YouTube / Sankei News

Schrein-Mädchen bei rituellem Tanz

Spezielle Gesten haben dabei eine besondere Bedeutung. Die Mädchen tanzen mit einer Lanze, die die Macht haben soll, das Böse auszutreiben, Krankheiten zu bekämpfen und Unheil abzuwehren. Die Tänzerinnen reinigen bei ihren Auftritten Himmel und Erde, die Glocke während des Tanzes muss immer mit der rechten Hand geläutet werden.

Vor dem Heiligtum wurde auch ein Chinowa (Ring aus Cogongras) aufgestellt. Diese Ringe dienen ebenfalls der rituellen Reinigung. In einem Video zum Kagura-Tanz zeigt das Schrein-Mädchen wie man durch den Ring gehen muss, um sich weiter zu reinigen und für viel Glück für den Rest des Jahres zu beten.

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