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Eintauchen in eine besondere Welt

Schützlinge der letzten Geisha in Nara zeigen ihre Welt auf YouTube

Die Geisha-Kultur stand schon vor der Pandemie kurz vor dem Aussterben und durch die Maßnahmen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, ist diese Kultur noch weiter unter Druck geraten.

Jetzt, wo alle Auftritte abgesagt wurden, haben sich zwei Schützlinge der letzten Geisha in Nara dazu entschlossen, ihre Welt auf YouTube zu zeigen.

Das Leben einer Maiko und Geisha im Live-Stream

Auf ihrem YouTube-Kanal bieten Kikue und Kikunami den Zuschauern einen Einblick in ihr tägliches Leben, indem sie Szenen von Schulungen, Auftritten und vieles mehr durch Videos und im Live-Streaming zeigen.

In einem Video zeigen sie, wie eine Maiko ihr charakteristisches weißes Gesichts-Make-up aufträgt. Das Video wurde mehr als 16.000 Mal angesehen.

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Im April begann das Duo mit dem Live-Streaming, um alltägliche Momente des örtlichen Nachtlebens und der Welt der Maiko zu zeigen.

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„Wir haben weiter trainiert, auch nachdem unsere Auftritte wegen der Pandemie abgesagt wurden, aber ich bin traurig darüber, dass ich nicht vor Publikum auftreten kann“, sagte Kikue. „Ich hoffe, die Leute sehen sich die Videos an, um zu sehen, wie wir vorankommen.“

Kikue und Kikunami gehören zu den drei Maiko in Ganrinin südlich des Tempels von Kofukuji. Ihre Lehrerin, Kikuno, ist die einzige Geisha dort.

Geisha-Kutlur in Ganrinin soll wiederbelebt werden

Ganrinin, das in der Meiji-Ära (1868-1912) gegründet wurde, ist der einzige noch verbliebene Bezirk mit traditionellem Nachtleben in Nara. Auf seinem Höhepunkt in der frühen Showa-Ära (1926-1989) soll es mehr als 10 „okiya“ für Geishas und 200 Geishas und Maikos gegeben haben.

Doch anders als in Kyoto hat sich die Geisha-Kultur in Ganrinin nach dem Ende des raschen Wirtschaftswachstums Japans in der Nachkriegszeit Anfang der 1970er Jahre nicht halten können.

Im Jahr 2012 startete Kikuno eine Kampagne zur Wiederbelebung von Ganrinin. Im Rahmen der Kampagne läuft ein Projekt zur Entwicklung der Maiko-Kultur.

Zum YouTube-Kanal der beiden Maikos geht es hier.

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