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„Schwert-Mädchen“ helfen, Schrein in Kyoto zu renovieren

Ein Tweet berichtet, dass ein legendäres Schwert, das in einem Videospiel eine wichtige Rolle spielt, in einem kleinen Schrein in Kyoto geschmiedet wurde. Die Nachricht verteilte sich im Netz und rief das Massenphänomen der sogenannten „Schwert-Mädchen“ ins Leben.

Dank seiner neu gewonnenen Popularität hat der Aitsuchijinja-Schrein durch eine Crowdfunding-Kampagne rund vier Millionen Yen (ca. 31.800 Euro) eingenommen. Mit diesem Ergebnis übertraf die Aktion die Erwartungen bei Weitem. Das Geld wird für die Renovierung des Schreins eingesetzt.

Der kleine Shinto-Schrein in Kyoto wurde zu einem heiligen Ort für „Touken Joshi“, der durch das Game Touken Ranbu online bekannt wurde. Viele Fans der Spielreihe, die von Menschen gewordenen, legendären Schwertern handelt, kamen bereits, um den Schrein zu sehen. Als Teil einer selbstgewählten „Pilgerreise“ besuchen die Spieler Orte, die mit dem Game in Verbindung stehen.

Der Aitsuchijinja-Schrein steht am Fuße des Mount Otokoyama. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Iwashimizu-Hachimangu-Schrein, den die japanische Regierung zum Nationalschatz erklärte. Die Haupthalle und das Verwaltungsgebäude des kleineren Aitsuchijinja sind verfallen.

Kiyoko Takatsuki, 42 Jahre alt, der am 28. Februar zum Hohepriester ernannt wurde, startete ein großes Projekt zum Wiederaufbau. Über eine Webseite informierte er über die Geschichte des Schreins.

Im August twitterte eine Besucherin, dass in Aitsuchijinja die berühmten Schwerter Higekiri und Hizumaru aus Touken Ranbu geschmiedet wurden. Sie berichtet auch darüber, dass Besucher im Schrein während des zweimal im Monat staffierenden Tsukinami-sai-Festivals „Goshuin“-Siegelstempel sammeln können. Mehr als 100 Besucher, meist Frauen, kamen allein zum Fest am ersten September.

Ein Schwertschmied in der Heian-Zeit (794–1185) namens Yasutsuna schmiedete die berühmten Klingen im Wasser des Yamanoi-Brunnens, der auf dem Schrein-Gelände steht. In dem kleinen Tempel gibt es Aufzeichnungen, die dies belegen.

Crowdfunding als Geldquelle auch für Gotteshäuser

Als der Schrein am 31. Januar eine Crowdfunding-Kampagne startete, um einen Stand zu renovieren, an dem Besucher Votivkerzen kaufen können, erreichte man das Ziel von 740.000 Yen (ca. 5.900 Euro) in nur fünf Stunden.

Der Schrein erhöhte das Kampagnen-Ziel auf 2,6 Millionen Yen (ca. 20.600 Euro), um auch den Yamaoi-Brunnen wieder instand setzen zu können. Außerdem wollte man mit dem Geld andere wichtige Projekte anstoßen. Schließlich kamen mehr als 4 Millionen Yen von insgesamt 171 Geldgebern zusammen.

Schrein in Kyoto
Bild: Taku Koyama

Der Hohepriester sieht seine Aufgabe darin, Menschen mit den Göttern zu verbinden, um ihnen zu helfen. Er ist sehr dankbar, dass so viele Menschen die Projekte des Schreins unterstützen. Mit dem eingenommenen Geld sollen erst einmal die Haupthalle und das Verwaltungsgebäude wiederaufgebaut werden.

Der Schrein plant, während des Festivals am 15. Mai und am ersten Juni eine besondere Aufführung vorzutragen, um die Götter für den Wiederaufbau auf seine Seite zu ziehen und zu ihnen zu beten.

Quelle: AS

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