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Setsubun läutet in Japan den Frühling ein

In der Tradition werden damit die bösen Geister vertrieben und das Glück herbeigeholt

Am Montag fand in Naritasan Shinshoji, einem großen buddhistischen Tempel in Narita in der Präfektur Chiba, eine jährliche Veranstaltung zum Bohnenwerfen statt, um den Tag vor Frühlingsbeginn nach dem alten japanischen Kalender zu markieren.

Auf Setsubun werfen die Menschen traditionell Sojabohnen und singen dabei „oni wa soto“ („Dämonen raus“) und „fuku wa uchi“ („Glück rein“).

Lange Tradition des Setsubun

Der Tag hat eine große Tradition in Japan. Ähnlich wie früher bei der Wintersonnenwende in Europa geht es beim Setsubun um die Vertreibung von Dämonen und den Abkehr vom Winter.

Setsubun markiert die japanische Jahreszeitenwende zwischen Frühling, Sommer, Herbst und Winter, weshalb es ursprünglich mehrmals im Jahr gefeiert wurde. In den letzten Jahren gerieten jedoch die meisten Tage in Vergessenheit und nur der 03. und 04. Februar blieben als Feiertage erhalten.

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Durch die Charakteristika der Rituale kann man eigentlich auch von einer Art „Neujahrsbrauch“ sprechen. Das zeigt sich vor allem in der rituellen Reinigung, der Vertreibung des Alten und dem Willkommenheißen von allem Neuen – eigentlich typische Sitten für den Beginn eines neuen Jahres.

Rufe sollen das Glück herbeibringen

Aber bei der Naritasan-Shinshoji-Veranstaltung sagen die Bohnenwerfer nur „fuku wa uchi“, weil man glaubt, dass die Fudo-Myoo-Gottheit im Tempel in der Lage ist, das Böse der Dämonen zu beseitigen.

In farbenfroher Kamishimo-Traditionskleidung und mit dem Sprechgesang „fuku wa uchi“, um für ein Leben im Wohlstand und reiche Ernten zu beten, warfen Sportler und Prominente Sojabohnen und Erdnüsse in eine Menge, die versuchte, die Bohnen zu fangen.

Bohnen als Glücksbringer

Das vermutlich bekannteste Ritual anlässlich des Jahreszeitenwechsels ist das rituelle Bohnenwerfen, oder „mamemaki„. Bei den sogenannten „Glücksbohnen“ handelte es sich traditionell um geröstete Sojabohnen. Inzwischen werden aber auch Erdnüsse genutzt.

Das mamemaki war ursprünglich ein rein familiärer Brauch, die Bohnen zu werfen, um das Gute ins Haus zu holen. Mehr zu den Bräuchen des Setsubun findet ihr hier.

Prominente Teilnehmer des Setsubun

Zu den Stars gehörten Yokozuna Hakuho und andere Sumo-Ringer, sowie Mitglieder des einjährigen historischen NHK-Dramas „Kirin ga Kuru“, darunter Hauptdarsteller Hiroki Hasegawa, Kabuki-Darsteller Ichikawa Ebizo XI und andere.

Für die Veranstaltung wurden 860 Kilogramm Sojabohnen und 400 Kilogramm geschälte Erdnüsse vorbereitet.

jt

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