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Das traditionelle japanische Instrument zeigt sich von verschiedenen Seiten

Shamisen werden in Japan für moderne Musik neu entdeckt

Musik hat viele Gesichter und jedes davon hat seine Liebhaber. Über die Jahrhunderte haben sich verschiedene Richtungen und Stile entwickelt. Oftmals gab es auch die perfekten Instrumente für die eine oder andere Musikrichtung.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind weltweit die meisten Konzerte abgesagt. Auch in Japan wird es bis auf weiteres keine Konzerte oder Festivals geben. Durch die leeren Konzertsäle treten aber vermehrt klassische Instrumente in den Fokus. In Japan sind es Shamisen-Musiker, die mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten online die Zuhörer begeistern.

Die dreisaitigen, gitarrenähnlichen Instrumente gehören zu den japanischen Klassikern. Besonders für die Min´yo Volksmusik und zur Begleitung traditioneller Kabuki-Aufführungen sind die Instrumente unerlässlich.

Shamisen sind mehr als traditionelle Instrumente

Die Yoshida-Brüder gehören in Japan zu den modernen Stars an der Shamisen. Sie stammen aus Hokkaido und begannen im Alter von fünf Jahren Shamisen zu spielen. Die beiden entschieden sich für den Tsugaru-Jamisen-Stil, der sich in den 1920er Jahren entwickelte. 1999 gaben die beiden ihr erstes Konzert, 2002 folgte die erste internationale Tournee.

Mehr zum Thema:
Musik-Special: Shamisen - Traditionelle Japanische Instrumente (Teil 1)

Mittlerweile sind die Brüder sogar schon in den USA veröffentlicht und lieferten schon den Soundtrack für Werbespots. Während sich der Tsugaru-Stil auf der Shamisen sehr gut für popige Musik eignet, beherrschen die Beiden aber auch sehr klassische Stücke. Wobei aber auch hier ihre große Geschwindigkeit erhalten bleibt. Das Besondere am Spiel der Geschwister ist die perfekte Harmonie, die sie beide gemeinsam erreichen.

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Auch Chikuzan Takahashi weiß mit ihrer Performance zu begeistern, stammt sie doch auch aus einer Familie begeisterter Shamisen-Spieler. Takahashi begann im Alter von 11 Jahren die Shamisen zu spielen, mit 18 Jahren wurde sie die Schülerin der in Japan bekannten Künstlerin Takahashi Takeyama.

Ihre Musik ließ sich von verschiedenen anderen klassischen Genres inspirieren. Chikuzan Takahashi ist vor allem für ihre Präzision am Instrument berühmt. Ihre außergewöhnlich konstruierten Lieder reizen die Möglichkeit der Shamisen immer wieder aus.

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Musiker aus allen Regionen erreichen online ein breites Publikum

Hiromitsu Agatsuma ist ein weiterer Meister des Tsugaru-Jamisen-Stils. Auch er begann im Alter von sechs Jahren mit dem Spiel und konnte im Alter von 14 Jahren seinen ersten großen Preis einheimsen. Agatsuma liebt es immer wieder auf andere traditionelle Stile zurückzugreifen. Zusammen mit den Yoshida-Brüdern produzierte er seine Musik mittlerweile bei Domo Records.

Bis heute hat er sich einen sehr traditionellen Stil bewahrt, wobei seine Kontrolle und Fingerfertigkeit nicht hinter den Spielern modernerer Stücke hintenansteht. Seine Darbietungen sind so beschwingt und energetisch wie moderne Rockmusik.

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Vor allem in Tokyo machen die Shamisen-Girls Ki&Ki von sich reden, die dort immer wieder auf den Straßen live auftreten. Laut eigenen Angaben sind die beiden Musikerinnen seit 2008 gemeinsam unterwegs. Sie mischen den Stil traditioneller Min´yo Lieder mit Tsugaru-Klängen und gewannen damit schon verschiedene Shamisen-Wettbewerbe.

Die Videos der beiden begeistern immer wieder durch die außergewöhnliche Technik der Spielerinnen, aber auch durch ihre Art der Präsentation. Die eher zeitgenössischen Klänge schaffen es, die junge Generation an das traditionelle Instrument heranzuführen.

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