Stats

Anzeige
Home News Kultur Shinto, buddhistische und katholische Priester beten zusammen für ein Ende der Corona-Pandemie

Vertreter der drei größten Religionen Japans beten gemeinsam für die ganze Welt

Shinto, buddhistische und katholische Priester beten zusammen für ein Ende der Corona-Pandemie

Das neuartige Coronavirus breitet sich über die ganze Welt aus und beeinflusst das Leben von Millionen Menschen. Während überall die Zahlen der Betroffenen steigen, schlossen sich die Vertreter der drei größten Religionen Japans zusammen, um für ein gutes und vor allem schnelles Ende der Pandemie zu beten. Die Priester riefen auch ihre Anhänger auf, sich an den Gebeten zu beteiligen.

Am 3. April startete Fumon Sagawa, Hohepriester der Tempel-Anlage von Todaiji, einen Aufruf auf der offiziellen Webseite des Heiligtums, das international für die große Buddha-Statue bekannt ist. Er schrieb, dass er und alle anderen Mönche des Tempels aus tiefstem Herzen für das Ende der Pandemie und spirituelle Hilfe für die Erkrankten in aller Welt beten. Gleichzeitig rief er alle Menschen auf, ebenfalls für ein gutes Ende zu beten.

Für ein schnelles Ende der Pandemie

Sagawas Idee inspirierte Anhänger anderer Religionen und am 24. April versammelten sich auf der Freiluft-Veranda des Todaiji-Tempel Führer verschiedener religiöser Gruppen, darunter des Buddhismus, des Schintoismus und des Katholizismus, um eine gemeinsame Pressekonferenz abzuhalten, in der sie ebenfalls ihre Anhänger dazu auffordern, jeden Mittag gemeinsam mit ihnen zu beten, auch damit sich die Menschen in der Isolation nicht so allein fühlen.

Mehr zum Thema:
In Japan gibt es immer mehr Coronavirus-Infizierte, bei denen der Infektionsweg nicht zurückverfolgt werden kann

Sieben Führer großer Gruppen waren zugegen, darunter die Oberhäupter der Koya-san Shingon-Sekte (Buddhismus), der katholischen Gemeinde in Osaka, des Tamukeyama Hachimangu-Schreins in Nara sowie die Oberhäupter des Enshoji-Tempel in Hyogo und des Kinpusenji-Tempels. Auch Vertreter des Kegon-Buddhismus waren vertreten. Alle saßen zwei Meter voneinander entfernt, als sie über die Kraft der Gebete in dieser schwierigen Zeit diskutierten.

Gemeinsam gegen die Pandemie
Religiöse Führer gemeinsam gegen die Corona-Pandemie Bild: Twitter / @kojomrmt

Jeder kann mitmachen

Alle zusammen erklärten, dass es allen religiösen Vertretern wichtig sei, gemeinsam gegen die Pandemie vorzugehen, selbst wenn sie um der Gesundheit willen von ihren üblichen Aktivitäten Abstand nehmen müssen und jeder in seinem eigenen Tempel, Heiligtum oder in der Wohnung betet.

Egal welcher Religion man auch angehören mag, es bleibt ergreifend, wenn man sieht, wie die Vertreter der verschiedenen Religionen, die alle sehr unterschiedlichen Überzeugungen folgen, in spiritueller Solidarität zusammenstehen, um für alle Menschen, die von der Pandemie betroffen sind, zu beten. Die Verbreitung positiver spiritueller Energie kann Menschen helfen, diese schweren Zeiten zu überstehen, egal zu wem, in welcher Sprache oder an welchem Ort man betet. Wichtig ist der gemeinsame Gedanke an ein gutes Ende.

Twitter

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here