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Herkunft des Bauwerks ist bis heute unbekannt

Shizuoka will Torii abreißen und erregt damit den Unmut der Japaner

An einer Kreuzung am Highway 407 in Shimizu in der Präfektur Shizuoka steht ein großes Torii, das traditionell vor Shinto-Schreinen zu finden ist. Solche Tore sind in japanischen Städten nicht ungewöhnlich, denn die Städte doch oftmals um Schreine herum entwickelt. Woher das Tor in Shizuoka allerdings kommt, weiß niemand so richtig.

Vor drei Jahren wurde das erste Mal nachgefragt, wem das Torii eigentlich gehört oder welchem Heiligtum es zuzuordnen ist. Aus den Aufzeichnungen der Stadt lässt sich aber kein Eigentümer erkennen, das heutige Tor ersetzte vor 45 Jahren ein älteres Exemplar, das sei aber alles, was über das Bauwerk bekannt sei.

Shizuoka will Abriss finanzieren

In letzter Zeit nahmen vermehrt Einwohner Kontakt zur Stadtverwaltung auf und baten um den Abbau des Tores. Im Beton seien große Sprünge zu erkennen, sodass das Torii als Sicherheitsrisiko angesehen wird. Die Stadtverwaltung von Shizuoka forderte den unbekannten Eigentümer auf, sich um das 12 Meter hohe Bauwerk zu kümmern.

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Erwartungsgemäß meldete sich niemand, weswegen die Stadt beschloss, das Torii am achten September selbst abbauen zu lassen. Der Abbau kostet die Stadt 11 Millionen Yen (88.140 Euro). Während sich die Anwohner über die Entscheidung freuen, regnete es über Social Media Kritik für den Vorschlag.

Angst vor Unglück

Viele Menschen in Japan sind sich sicher, dass es Unglück für die Region bedeutet, sollte das heilige Tor einfach abgerissen werden. Die ersten Freizeit-Historiker meldeten sich bereits und erklärten, das Torii würde zu einem örtlichen Heiligtum, dem Kusanagi-Schrein gehören.

Die Stadtverwaltung von Shizuoka setzte sich mit den Verantwortlichen in Verbindung, die aber erklärten, nie ein Torii so weit weg aufgebaut zu haben.

Vielen reicht diese offizielle Erklärung aber nicht und sie gehen immer noch davon aus, dass das Tor zum Kusanagi-Schrein gehört und an diesem Ort aus einem bestimmten Grund aufgebaut wurde.

Seitens der Verwaltung ist die Sache allerdings klar. Sollte das Tor direkt an einer viel befahrenen Straße zusammenbrechen, stellt es eine Bedrohung für viele Menschen dar. Daher wolle man auf jeden Fall am aktuellen Plan festhalten und den Abriss wie geplant durchführen.

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