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Die Burg ist heute das Markenzeichen der gleichnamigen Stadt

Silhouette der Burg Shimabara wird übers Meer projiziert und zum Touristenmagnet

Die Burg Shimabara ragt seit Jahrhunderten über die gleichnamige Stadt in der Präfektur Nagasaki auf. Damals lehnten die Bauern der Gegend das Bauwerk ab, weil die Steuern erhöht wurden, um die Festung erbauen zu können.

Heutzutage kommen Menschen überall aus Japan nach Shimabara, um das gewaltige Bauwerk, das über dem Meer von Ariake aufragt, zu bewundern. Vor allem nachts ist der Anblick immer wieder ein Touristenmagnet. Wegen ihrer Größe und der prächtigen Ausstattung wird die Anlage auch als „Burg-Monster“ bezeichnet.

Die Burg im Himmel

Die Silhouette des Burgfrieds von Shimbara wird auf den Himmel projiziert, wenn das Bauwerk entsprechend angestrahlt wird. In der Nacht des 11. Oktober war der Schatten des obersten Stockwerks deutlich an dem Nachthimmel über dem Arike-Meer zu sehen, wobei der Schatten noch größer wirkte als die Original-Festung.

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Immer wieder reagieren die Besucher begeistert, wenn sie die spektakuläre Aussicht in Nagasaki genießen. Heute zählt die weiße Burg von Shimabara zu den 100 schönsten Schlössern Japans. Bereits im August 2016 bemerkten Mitarbeiter des mittlerweile aufgelösten Fördervereins für Shimbara eine große Silhouette, die sich am Himmel über dem Meer spiegelt. Damals wurde an der Aussichtsplattform im fünften Stock gebaut, damit Besucher sich von dort aus ein Feuerwerk ansehen konnten.

Schnell fiel auf, dass die Strahler der Bauarbeiten dafür sorgten, dass sich der Schatten der Anlage über dem Meer spiegelt. Schon damals entstand die Idee, die Monster-Silhouette touristisch zu vermarkten. Der Förderverein der Burg Shimabara schloss sich mit drei anderen Organisationen des Tourismus-Büros Shimabara zusammen.

Gemeinsam wurde das Projekt vorangetrieben und als Sightseeing-Highlight für die Region konzipiert. Im März 2017 belegte das Licht- und Schatten-Event den ersten Platz bei einer Abstimmung über die 10 Orte in Nagasaki mit der größten spirituellen Energie, die von der Präfektur-Verwaltung durchgeführt wurde.

Burg über Shimbara bei Nacht
Silhouette über Shimabara bei Nacht Bild: Asahi Shimbun / Eiji Matsushita

Touristenattraktion bleibt bis ins nächste Jahr

Die Silhouette sieht außerdem jeden Tag ein wenig anders aus, je nach Wolkendichte, der Position des Mondes und der Stärke der Lichtquellen. Die Silhouette erinnert an einen Krieger mit mehreren Schwertern und ist bei klarem Himmel am besten zu erkennen. Ist der Himmel bedeckt, treten die Umrisse des fünfstöckigen Burgfrieds stärker hervor.

Der Burgfried wird am Samstag, Sonntag und zu Feiertagen zwischen 18:30 Uhr und 21:30 Uhr beleuchtet, wobei die Aktion noch bis Ende März laufen soll. Vom obersten Stockwerk aus haben die Besucher außerdem einen schönen Blick über das nächtliche Shimabara, wobei man an klaren Abenden auch die Lichter der Stadt Kumamoto in der Ferne sehen kann. Die Verantwortlichen des Projekts im Shimbara Touris Bureau hoffen, dass sich möglichst viele Menschen von dem Anblick bezaubern lassen.

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