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Als wäre die Ära der Samurai nie zu Ende gegangen

Stadt in Nagano entführt in die Vergangenheit

Die Stadt Shiojiri in Nagano lag einst auf der Route, die Kyoto und Edo miteinander verband. Wer heute in die Gegend kommt, denkt, er wäre in der Vergangenheit gelandet, denn dort sieht es teilweise noch so aus, wie in der damaligen Zeit, wie ein Twitter-Nutzer mit aufwendigen Bildern belegt.

Nach dem Ende der Sengoku-Zeit (frühes 16. Jahrhundert) zog die Hauptstadt mitsamt der Verwaltung von Kyoto nach Tokyo, das damals noch Edo hieß, um. Während der Shogun in Tokyo residierte, blieb der Kaiser in Kyoto, sodass beide Städte weiterhin eine wichtige Rolle spielten und Zentren politischer, kultureller und kommerzieller Interessen blieben.

Verbindung zwischen Historie und Moderne

Deswegen waren viele Menschen beständig zwischen den beiden Städten unterwegs. In dieser Zeit entstanden mehrere Routen, die Kyoto und Tokyo miteinander verbanden. In der Regel waren die Menschen zu Fuß unterwegs, selbst wenn der Weg einen ganzen Tag in Anspruch nahm. Deswegen entstanden entlang der Strecken eine Reihe von Shukubamachi (Poststädte), in denen Gasthäuser, Teestuben und weitere Einrichtungen gebaut wurden, um die Reisendenden zu beherbergen.

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Mit aufkommen moderner Technik, wie Rädern, Zügen oder dem Bus wurden diese Städte weniger, da die Strecke heute wesentlich schneller zurückgelegt werden können. Einige dieser Städte wurden auch modernisiert und haben deswegen ihren historischen Charakter verloren. Der Stadt Shiojiri in der Präfektur Nagano gelang es aber ihre Vergangenheit lebendig zu halten. Ein japanischer Twitter-Nutzer macht sich auf den Weg in die Region und belegt mit beeindruckenden Bildern, wie eine Poststadt in der damaligen Zeit wahrscheinlich ausgesehen hat.

Nagano ist aus mehreren Gründen eine Reise wert

Die Gebäude in Shiojiri sehen aus, als würden jeden Augenblick Pilger oder Samurai um die Ecke kommen, um einen Tee zu trinken oder in einen der Häuser, die Nacht zu verbringen. Auch moderne Geschäfte sind bis heute in historischen Gebäuden zu finden, wobei man sich darauf einigte, moderne Errungenschaften wie elektrisches Licht mit einem schönen Blick fürs Detail in die Architektur einzubinden.

Die Bilder verbreiteten sich über die sozialen Netzwerke und sorgte für Begeisterung auch bei japanischen Nutzer. Einige kündigten bereits an, dass ihre nächste Urlaubsreise sie nach Nagano führen wird, damit sie sich die Stadt selbst ansehen können. Shioriji ist außerdem malerisch in den Bergen gelegen und gilt als höchster Punkt des Nakasendos, der landeinwärts führenden Route zwischen Kyoto und Edo.

Historisches Viertel
Shiojiri in Nagano Bild: Twitter / @Hisa0808

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