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Das Glück versprechende Rennen findet nach drei Jahren Pause wieder statt

Student gewinnt Neujahrs-Rennen in japanischem Schrein

Der Schrein der japanischen Stadt Nishinomiya wird zu Beginn jedes Jahres zu einem beliebten Anlaufort. Denn dann findet in der Präfektur Hyogo der Neujahrswettlauf statt, mit dem ein neues Jahr des Glücks eingeläutet wird. Am 10. Januar war es nach drei Jahren Corona-Pause wieder so weit.

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Der traditionelle Neujahrslauf am Nishinomiya-Schrein ist Ebisu gewidmet, dem Shinto-Gott der florierenden Wirtschaft. Die Tradition reicht lokalen Angaben bis in die Edo-Zeit (1603 – 1867) zurück. Seit jeher sind die Regeln dieselben. Die ersten drei Personen, die im Sprint des Geländes des Schreins und die Haupthalle erreichen, erhalten den Titel Glückspilz und sollen sich auf ein besonders erfolgreiches Jahr vorbereiten können.

Schrein ermittelt Glückspilz des Jahres

In diesem Jahr war der Sieger der 22-jährige Ryota Uemoto, ein Student der University of Commerce in Osaka. Der Glückspilz ist dort Mitglied des Baseballteams seiner Universität. Der junge Mann lebt in Kobe, im Stadtteil Kita. Früher nahm er für die Akashi Commercial High School im in Japan sehr beliebten Baseball-Turnier im Koshien-Stadion teil, bei dem sich die beliebtesten Highschool-Mannschaften miteinander messen.

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Für den Studenten hat das Jahr schon gut begonnen, denn er wird noch in diesem Frühjahr eine Stelle bei der West Japan Railway antreten. Trotzdem plant er, dem Baseball spielen weiterhin treu zu bleiben. Uemoto freut sich aber dennochüber die zusätzliche Portion Glück. Er plant in diesem Jahr, sein Glück auch mit vielen anderen Menschen zu teilen. Er hofft auf weitere gute Baseballspiele, mit denen er die Menschen begeistern kann.

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In den letzten beiden Jahren konnten sich wegen der Corona-Pandemie nicht viele Menschen an einem Ort treffen, weswegen das Rennen zum neuen Jahr ausfiel. Gläubige aus der Region liefen stattdessen eine etwa 230 Meter lange Strecke vom Eingangstor des Omote-Daimon-Schreins bis zur Haupthalle. In diesem Jahr konnte das Event unter Berücksichtigung der Maßnahmen gegen das Corona-Virus stattfinden.

Student hatte bereits Glück

So wurde das traditionelle Öffnen eines Sake-Fasses durch den Glückspilz ausgesetzt, da dieser den heiligen Sake anschließend an andere Teilnehmer ausschenken sollte. Die Läufer wurden in diesem Jahr mit einem Losverfahren vermittelt. Die Anzahl der Teilnehmer für die erste Gruppe wurde um 300 auf 1.200 Läufer reduziert.

Um 6 Uhr öffneten sich die Eingangstore des Schreins und die erste Gruppe konnten ihren Lauf beginnen. Insgesamt nahmen in diesem Jahr rund 5.000 Männer und Frauen an dem Rennen teil. Zum ersten Mal seit drei Jahren sprinteten die Teilnehmer wieder über den Vorplatz des Schreins, um anschließend nacheinander die Haupthalle betreten zu können.

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