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Mobile Teezeremonie

Teezeremonie-Auto ermöglicht ein Stück japanische Kultur für unterwegs

In einem Geschäft für Autoinnenausstattung in Kyoto wurde der Öffentlichkeit kürzlich ein Auto präsentiert, dessen Rücksitz zu einem traditionellen japanischen Teeraum umgebaut wurde. Die Ausrüstung zur Vorbereitung der Materialien wurde dabei detailgetreu in Anpassung an den Pkw vorgenommen.

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Durch das Produkt sollte demonstriert werden, wie es möglich wäre, eine Teezeremonie von überall aus durchführen zu können.

Ausrüstung für Teezeremonie kann schnell an verschiedene Orte transportiert werden

Der Umbau wurde durch das Geschäft Kiwakoto im Stadtteil Nakagyo in Kyoto durchgeführt, das sich auf die Innenausstattung von Autos spezialisiert hat. Hierfür bedienten sie sich einem Jimny Pkw und statteten dessen ein Meter breiten, 80 Zentimeter hohen und 75 Zentimeter tiefen Innenraum mit Utensilien für die Teezeremonie aus.

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Für den Auftrag erhielten sie eine Anfrage des Fernsehautors Kundo Koyama. Dieser ist bereits für die Erschaffung des beliebten Bärenmaskottchens Kumamon der Präfektur Kumamoto bekannt, das 2010 einen Shinkansen Service bewerben sollte und seitdem breit in Japan vertreten ist.

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Der Innenausstatter Kiwakoto benötigte für den Umbau des Jimny zum „fahrenden Teehaus“ ca. sechs Monate. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, mit handwerklichen Techniken Automobile individuell aus- und umzugestalten, um Tradition und modernen alltäglichen Lebensstil zu vereinen und zu veredeln.

Innenausstattung wurde authentisch und traditionell entwickelt

Für die Ausstattung des Teeraums wurden Materialien verwendet, die von altehrwürdigen Kunsthandwerkern aus Kyoto hergestellt wurden. An der Decke befinden sich Nishijin-Textilien, traditionell werden diese durch langwierige und spezialisierte Produktionsprozesse seit 1200 Jahren in Kyoto hergestellt.

Es wurden traditionelles japanisches Papier für die Tatami-Matten und ein faltbares Regal für eine Vase und weitere Gegenstände an der hinteren Tür angebracht. Zwischen der Rückbank und dem Fahrersitz befindet sich ein „Shoji“-Schiebefenster, das sich nach oben und unten schieben lässt und den Schiebetüren traditioneller japanischer Häuser nachempfunden ist.

Da der Teeraum zu klein ist, um darin zu sitzen, wird erwartet, dass der Gastgeber den Tee zubereitet, während er außerhalb des Fahrzeugs steht, wobei die Hecktür geöffnet und die Tee-Utensilien auf den Tatami-Matten platziert sind.

Ein Mitarbeiter des Ladens, der an dem Projekt beteiligt war, sagte dazu: „Wir möchten Produkte herstellen, die das Beste aus den handwerklichen Fähigkeiten herausholen, ohne in einen Wettbewerb über den Preis verwickelt zu werden.“

Der Teestubenwagen war bis zum 9. Mai in der Hauptfiliale des Ausstatters zu sehen.

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