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Tempel in Kyoto stellt Android-Gottheit vor

Mit zusammengefalteten Händen begrüßt ein Kannon-Android bald die Besucher eines Tempels in Kyoto. Das moderne Update ist bald in einem Tempel zu finden, den die Frau von Toyotomi Hideyoshi, stiftete. Ihr Mann war im 16. Jahrhundert ein Kriegsherr, der Japan vereinte. Die Frau ließ den Tempel errichten, um ihrem Mann zu gedenken.

Der Kannon-Android, der die buddhistische Gottheit der Barmherzigkeit darstellt, wurde am 23. Februar bereits einigen Medien-Vertretern vorgestellt. Ab März 2019 betet er dann ganz offiziell im Kodaiji-Tempel in Kyoto mit den Besuchern.

Tensho Goto, Priester im Tempel, betont, dass der Buddhismus sich durch Bilder auf der ganzen Welt phänomenal verbreitete. Er hofft, mit der Androiden-Gottheit weiterhin die Herzen der Menschen direkt zu erreichen und so die buddhistische Lehre zu verbreiten.

Das 100 Millionen Yen (795.000 Euro) teure Projekt zum Bau des Androiden entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Zen-Tempel und Hiroshi Ishiguro, Professor für intelligente Robotik an der Universität von Osaka.

Der Tempel bat Ishiguro und sein Team, einen Androiden zu entwickeln, der die buddhistischen Lehren auf leicht verständliche Weise predigt. Auf diese Weise sollen vor allem Menschen mit Problemen angesprochen werden, die nach Seelenfrieden suchen.

Der Androide hört auf den Namen „Mindar“ und ist darauf programmiert aus den Herzsutras auf Japanisch zu predigen. Eine übersetzte Version der Predigt in Englisch und Chinesisch projiziert der Tempel direkt auf eine nebenstehende Leinwand.

Priester mit Android Mindar in Kyoto
Bild: Yoshiko Sato

„Mindar“, in dessen linkem Auge eine Kamera installiert ist, misst 195 Zentimeter und wiegt, einschließlich seiner Standbasis, 60 Kilogramm. Er kann seinen Kopf sowie seine Arme und den Oberkörper durch mechanische Teile, frei bewegen.

Die Gottheit Kannon verwandelt sich in verschiedenste Formen, um den Menschen zu helfen. Der Kodaiji-Tempel sagt, die Gottheit habe sich dieses Mal in einen Androiden verwandelt. Eine erste Sonderausstellung des Kannon-Androiden ist vom achten März bis sechsten Mai geplant. Vor allem Schüler jeden Alters sind eingeladen, sich diese anzusehen.

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