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17 verschiedene Techniken werden aufgenommen

Traditionelle Architekturtechniken aus Japan werden zum UNESCO Kulturerbe

In Japan gibt es viele Dinge, die es nirgendwo anders auf der Welt gibt. Auch bei der Handwerkskunst gibt es Techniken, die einmalig sind. Aus diesem Grund nahm die UNESCO nun japanische Baumethoden aus der Architektur als immaterielles Kulturerbe auf.

Am Donnerstag bestätigte ein Ausschuss der UNESCO, dass sie traditionelle Fähigkeiten, Techniken und Kenntnisse der Handwerkkunst zum Reparieren sowie Restaurieren von traditionellen Holzgebäuden aufnehmen. Insgesamt 17 verschiedene Handwerkkünste umfasst die Aufnahme der traditionellen Architektur.

Japans Architekturtechniken für Holzbauten sind einmalig

Unter anderem steht auf der Liste das Sakan Verputzen, die Ernte von japanischer Zypressenrinde zum Dachdecken, Urushi Lackierungen von traditionellen Strukturen und das Weben von Tatami. Obwohl grundsätzlich natürliche Materialien verwendet werden, sind die alten Techniken bis heute unverzichtbar beim Ausbessern von alten Gebäuden. Ebenfalls helfen sie dabei Gebäude wiederherzustellen, wenn sie durch Naturkatastrophen Schäden erlitten haben.

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In Aktion lassen sich die Techniken unter anderem an dem Horyuji Tempel sehen, der 607 in Nara erbaut wurde. Es ist das älteste erhaltende Holzbauwerk der Welt und ebenfalls ein ausgezeichnetes Weltkulturerbe.

Der offizielle Eintrag des architektonischen Handwerks wird am Samstag erfolgen und ist für Japan bereits der 22. Eintrag. Damit kann Japan bereits eine umfangreiche Liste an immateriellen Kulturerben vorweisen, auf der auch das Kabuki Theater steht und die Washoku Küche.

Japans Premierminister zeigt sich sehr erfreut

Japans Premierminister Yoshihide Suga freute sich über die Aufnahme auf die UNESCO-Liste. Er erklärte, dass Gebäude wie der Horyuji Tempel nur dank der Reparaturen auf Grundlagen der traditionellen Techniken heute noch stehen.

Wie wichtig die Techniken heute noch sind, zeigte das Kumamoto Erdbeben 2016. Während des Bebens erlitt die berühmte Kumamoto Burg starke Schäden. Dank der traditionellen Architektur konnte jedoch ein großer Teil wieder repariert werden.

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