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Burgmauer und -graben gefunden

Überreste des Kyoto Shinjo gefunden

In Kyoto wurden zum ersten Mal Überreste einer Steinmauer und eines Wassergrabens freigelegt, die zum  Kyoto Shinjo gehört.

Der Fund wurde am 12. Mai von einem Archäologen-Team des archäologischen Forschungsinstitut Kyoto bekannt gegeben.

Kyoto Shinjo bisher nur in historischen Dokumenten erwähnt

Die Existenz der Kyoto Shinjo war den Forschern durch die Erwähnung in zeitgenössischen Dokumenten und anderen Quellen bekannt, aber bisher wurden keine physischen Spuren gefunden.

„Es ist von enormer Bedeutung, dass die Steinmauer und andere Überreste als Teil von Kyoto Shinjo bestätigt wurden.“

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Kyoto Shinjo wurde im zweiten Jahr des Kiecho (1597) erbaut und diente als Verbindung zum Kaiserpalast in Kyoto. Das Gelände umfasste etwa 320.000 Quadratmeter und maß von Osten nach Westen etwa 400 Meter und von Norden nach Süden 800 Meter.

1595 vertrieb Toyotomi Hideyoshi seinen Neffen Toyotomi Hidetsugu, da er ihn verdächtigte, eine Rebellion zu planen, und riss das Anwesen Jurakudai nieder.

1597 soll Hideyoshi zusammen mit seinem Sohn Toyotomi Hideyori im Kyoto Shinjo die Volljährigkeit gefeiert haben.

1627 vom Kyoto Sento überbaut

Im Jahr darauf verstarb Hideyoshi im Schloss Fushimi, das sich im heutigen gleichnamigen Stadtbezirk von Kyoto befand. Hideyori zog auf Wunsch seines Vaters in das Schloss Osaka und Hideyoshis offizielle Frau Kita no Mandokoro lebte im Kyoto Shinjo.

Kurz nach der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 wurden die Burgmauern und andere Teile zerstört und 1627 wurde der Kaiserpalast Kyoto Sento über die Reste von Kyoto Shinjo gebaut.

Im Tokitsunekyoki, das Tagebuch von Yamshina Tokitsune, einem Hofbediensteten von Kuge, gab es einen Hinweis auf die Existenz von Kyoto Shinjo, da es allerdings keine historischen Aufzeichnungen gab, wurden die Überreste bisher nie gefunden.

Die neuen Untersuchungen der Burg wurden in Verbindung mit der Installation einer Feuerzisterne durchgeführt. Dabei wurden Überreste der Mauern und des Burggrabens gefunden.

Die Steinmauer ist an ihrer höchsten Stelle 1,6 Meter hoch, der oberste Teil ist allerdings eingestürzt. Die Archäologen vermuten, dass die Mauern ursprünglich 2,4 Meter hoch gewesen sind.

Die Forscher fanden auch eine Blattgoldkachel mit dem Goshichinoriki-Wappen der Familie Toyotomi.

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