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UNESCO nimmt mehrere prähistorische Stätten in Japan ins Weltkulturerbe auf

Kyodo: Die UNESCO hat am Dienstag mehrere prähistorische Stätten in Japan in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Gebiet umfasst 17 Stätten in den Präfekturen Aomori, Iwate und Akita sowie Anlagen auf der Insel Hokkaido.

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Laut des Welterbekomitees spiegelten sie das Leben der prähistorischen Menschen in der Jomon-Ära wider, die in festen Behausungen gelebt haben und das noch bevor es zu der Entwicklung der Landwirtschaft gekommen war. Außerdem geben sie einen Einblick in die komplexe spirituelle Kultur dieser Zeit.

Prähistorische Stätten sind das älteste Weltkulturerbe Japans

Die Stätten sind damit das älteste Weltkulturerbe unter allen 25, die bisher in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden sind.

Zu den 17 prähistorischen Stätten gehören zwei besondere – die Sannai Maruyama in Aomori, eine große Siedlung aus der Zeit um ca. 3900 bis 2200 v. Chr., und die Oyu-Steinkreise in der nördlichen Präfektur Akita, die in eine Zeit um ca. 2000 bis 1500 v. Chr. eingeordnet werden.

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Zu den anderen 15 gehören Goshono in der Präfektur Iwate, wo verbrannte Tierknochen und Tonobjekte ausgegraben wurden, von denen Archäologen inzwischen annehmen, dass sie einst für Rituale verwendet worden sind. Außerdem Ofune in Hakodate, Hokkaido, wo bei Ausgrabungen Reste von Grubenhäusern und eine große Anzahl von Relikten gefunden wurde.

Materielle Beweise für stabile Siedlungen

Im Mai empfahl ein Gremium der U.N. Educational, Scientific and Cultural Organization, die prähistorischen Stätten in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen, da die Ruinen materieller Beweise für stabile Siedlungen lieferten, die wiederum auf einer Lebensweise von Jägern und Sammlern basierten.

Die diesjährige Sitzung des Welterbekomitees, die bis Samstag dauern soll, wird die Kandidaten für die Jahre 2020 und 2021 bewerten, da die Eintragung im letzten Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden ist.

Die japanische Regierung hat die Vorschläge für die Inselkette im Südwesten Japans für die Aufnahme 2020 und die prähistorischen Stätten im Norden Japans für die Aufnahme 2021 eingereicht.

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