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Verlorener Garten der Burg Himeji online wieder zum Leben erweckt

Durch computergenerierte Bilder wurde der längst verloren geglaubte Garten und ein prächtiger Anbau der Burg von Himeji nach fast 150 Jahren in leuchtenden Farben wieder zu neuer Pracht erweckt.

Sowohl der Garten als auch der ehemalige Palast wurden abgerissen, als die kaiserliche japanische Armee in der frühen Meiji-Ära (1868 – 1912) dort Kasernen baute. Durch ein CGI-Programm sind der Garten des Sannomaru-Palastes und der Gohonjo-Bau mit ihren wunderschönen vergoldeten „Fusuma-e“-Schiebetürenbilder digital wieder zu bestaunen.

Das CGI-Projekt rief ein Komitee ins Leben, das einen eigenen Leitfaden für die Burg entwickeln sollte, um sich als Weltkulturerbe der UNESCO zu bewerben. Das Komitee besteht aus Forschern und Experten der Universität von Hyogo, der Fukui-Universität für Technologie und der Universität von Chiba. Die Verantwortlichen brauchten drei Jahre, um die Bilder fertigzustellen. Das Projekt startete 2015, nachdem es von der Agentur für kulturelle Angelegenheiten eine Förderung erhalten hatte.

Tiger und Kraniche als Symbole der Macht

Die CGI-Bilder sollen die Besucher daran erinnern, dass die Burg weitaus mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, als den bekannten Haupt-Fried. Die online restaurierten Attraktionen sind die Villa Sannomaru Muki Yashiki, ein Teil des Sannomaru-Palastes, der einst an der südlichen Spitze des Geländes des gleichnamigen Platzes in Himeji stand. Außerdem wurden Teile des Gohonjo-Palastes digital wiederaufgebaut. Beide Anlagen baute wahrscheinlich Honda Tadamasa (1575 – 19631), der ab 1617 Herr der Himeji-Domäne wurde.

Der Garten ist mit einem Wasserfall und einem Teich sowie einem Teehaus ausgestattet, in dem der Herr des Hauses Gäste einlud und unterhielt. Der Gohonjo-Palast, der im westlichen Bereich des Gartens stand, besaß einen großen „Tsuru-no-ma“-Raum, der mit mindestens 100 Tatami-Matten ausgestattet war und den kleineren „Tora-no-ma“-Raum (Tigerraum) mit mindestens 36 großen Tatami-Matten. Verziert mit vergoldeten „Fusuma-e“-Gemälden mit Kranichen und Tigern galten die Räume als Symbol für die Macht des Herrschers.

Tatami-Raum der Burg Himeji
Bild: Himeji Education Board

Um die CGI-Rekonstruktion des Gartens zu erstellen, recherchierten die Projektmitglieder Illustrationen der Burg, die wahrscheinlich in der frühen Edo-Periode (1603 – 1867) um 1700 entstanden. Auch Einträge des Tagessbuches von Sakai Tadazane (1755 – 1790) galten als Vorlage, denn er lud als Herrscher der Region selbst immer wieder Gäste in die Räumlichkeiten von Himeji ein.

Für die „Fusuma-e“-Malereien zogen sie Pinselzeichnungen von Kano Tanyu (1602 – 1674) zu Rate, einen bekannten Maler der Edo-Zeit. Auch Bilder aus dem Nijo-Schloss in Kyoto und der Burg von Nagoya galten als Vorlage.

Teile der CGI-Bilder sind in einem offiziellen Reiseführer für die Region Himeji enthalten, der von der Stadtverwaltung herausgegeben wird. Auf der Webseite der Burg Himeji können die Bilder bestaunt werden.

Quelle: The Asahi Shimbun

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