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Die drei Gemälde stammen sehr wahrscheinlich aus der Jugendzeit des Künstlers

Verschollene Gemälde von Taro Okamoto in Paris wiederentdeckt

Taro Okamoto (1911-1996) war ein japanischer Künstler, der viele abstrakte Gemälde schuf, inspiriert von dem spanischen Maler Pablo Picasso (1881-1973). Drei seiner Werke, die als verschollen galten, wurden nun in Paris wiedergefunden.

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Okamoto hat sich in seinen jungen Jahren lange in Paris aufgehalten. Von 1930 bis 1940 lebte und arbeitete er in der französischen Hauptstadt. Seine Werke aus dieser Zeit galten lange als verschollen. Man ging davon aus, dass sie während des Zweiten Weltkrieges verloren gegangen sind. Jetzt wurden die Bilder, die sich sie aktuell im Besitz des französischen Designers Hubert le Gall befinden, wiederentdeckt.

Abstrakte Welten aus Blau, Schwarz und Creme

Okamotos Werke sind vor allem dafür bekannt, dass sie eine tiefe existenzielle Bedeutung in sich tragen. Sein riesiges Wandbild „The Myth of Tomorrow“ beispielsweise, eines seiner bekanntesten Bilder, stellt auf eine abstrakte Weise die Explosion einer Atombombe dar.

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Die nun wiederentdeckten Gemälde, die hauptsächlich auf den Farben Blau, Schwarz und Creme basieren, werden aktuell von Fachleuten untersucht.

Eines von ihnen trägt die Signatur des Künstlers in Kanji. Die Signatur wurde mit anderen Handschriften Okamotos aus seiner Jugendzeit verglichen. Inzwischen sind sich die Fachkundigen zu 80 bis 90 Prozent sicher, dass die Signatur tatsächlich von Okamoto stammt.

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Außerdem gehen sie davon aus, dass die Bilder zwischen 1931 und 1933 gemalt wurden und die verwendeten Farben höchstwahrscheinlich gleich sind.

Akiomi Hirano, die Direktorin des Taro Okamoto Memorial Museum in Tokyo, war ebenfalls an der Analyse der Werke beteiligt und kommentierte diesbezüglich: „Dies ist der Ausgangspunkt für Okamoto, von dem noch nie jemand etwas gewusst hatte. […] Wir haben das letzte Puzzleteil von Okamotos Kunst gefunden.“

Taro Okamoto
Taro Okamoto im Alter von 79 Jahren. Bild: AS

Okamotos Werke sollen bald schon wieder ausgestellt werden

Die drei abstrakten Gemälde wurden am 23. Juli bei der Ausstellung „Okamoto Taro: A Retrospective“ im Nakanoshima Museum of Art in der japanischen Präfektur Osaka offiziell enthüllt.

Im Oktober reisen sie weiter nach Tokyo, wo sie im Tokyo Metropolitan Art Museum zu sehen sein werden, bevor sie im Januar für eine weitere Ausstellung dem Aichi Prefectural Museum of Art übergeben werden.

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