• News

Anzeige

Verschollener japanischer Garten wiederbelebt

Durch die Magie computergenerierter Bilder konnte ein besonderer Ausschuss einen lange verschollenen Garten wieder zum Leben erwecken. Den Palast mitsamt Garten rissen Arbeiter in der Meiji-Zeit (1886-1912) ab, um ihn durch Kasernen zu ersetzen. Heute sind der Garten, der Sannomaru-Palast und der Gohonjo-Palast jedoch wieder digital zu sehen.

Der Ausschuss, der für die Rekonstruktion zuständig ist, soll auch einen Leitfaden für die UNESCO-Welterbestätte erstellen. Es setzt sich zusammen aus Forschern und Experten der University of Hyogo, der Fukui University of Technology und der Graduiertenschule der Chiba University. Alle Mitglieder antworteten auf eine Anfrage des Himeji City Education Board, das diesen Ausschuss zusammenstellte. An der Fertigstellung der CGI-Bilder arbeiteten alle gemeinsam drei Jahre, nachdem sie Subventionen von der Kulturbehörde erhalten hatten. Dem Ausschuss zufolge waren die digital restaurierten Einrichtungen der Garten des Sannomaru Muko Yashiki Herrenhauses und der Gohonjo-Palast. Das Herrenhaus war Teil des Sannomaru-Palastes, das südlich des Haupthauses stand. Beide Anlagen errichtete vermutlich Honda Tadamasa (1575-1621), der seit 1617 Herr der Himeji-Domäne war.

Der Leiter des Projektausschusses, Professor Sakuho Shiga, ist stolz auf die Ergebnisse. „Die CGI-Bilder erwiesen sich als realistisch. […] Wir möchten, dass die Leute das Gefühl haben, dass die Festung nicht die einzige Attraktion von Himeji Castle ist.“ Mit einem Wasserfall und einem Teich sowie einem Glyzinien-Gitter und einem Teehaus hatte der Garten alles, was ein traditioneller japanischer Garten benötigt. So konnte der Herr Gäste einladen und auch dort unterhalten. Der Gohonjo-Palast befand sich westlich des Gartens. Er verfügte über einen großen „Tsuru noma“ (Kranichraum) mit mindestens 100 Tatami-Strohmatten und einen „Tora noma“ (Tigerraum) mit einer Größe von 36 Tatami Matten. Die Räume erhielten ihre Namen dank der Verzierungen im Inneren. Vergoldete Schiebetüren und Wände zierten Gemälde von Kranichen und Tigern, die die Macht des Herrschers symbolisierten.

Für die Rekonstruktion von Garten und Palast nutzte der Ausschuss viele Referenzen

Um die CGI-Rekonstruktion des Gartens zu erstellen, recherchierten die Projektmitglieder Illustrationen der Burg. Diese entstanden offenbar um 1700 in der frühen Edo-Zeit (1603-1867). Zudem nutzte der Ausschuss Einträge aus einem Tagebuch, das Sakai Tadazane (1755-1790) schrieb. Er trug den Titel „Chajin Daimyo“ (Teemeister-Kriegsherr) und lud als Herrscher der Domäne Gäste ein. Zudem wandten sich die Mitglieder auch an die Katsura imperial Villa in Kyoto und andere Materialien für Referenzen.

Bei den Fusuma-Gemälden (Papier-Schiebetür-Gemälde) verweisen sie auf die Pinselstriche von Kano Tanyu (1602-1674). Er war ein führender Maler der Edo-Zeit. Zudem referierten sie Zeichnungen von Nijo Castle in Kyoto und Nagoya Castle. Teile der CGI-Rekonstruktionen sind in einem offiziellen Reiseführer für Himeji Castle zu finden. Dieser erschien im Dezember vergangenes Jahr und wurde von der Stadtregierung erstellt. Sie sind zudem auch auf der Webseite des Himeji Castle Archivs verfügbar.

Quelle: Asahi Shimbun

Anzeige

Anzeige

Nachrichten

Japanische Polizei sucht in Thailand nach Betrüger

Japanische Polizeiermittler reisten kürzlich nach Thailand, um Informationen mit der lokalen Polizei über 15 japanische Männer auszutauschen. Es wird angenommen, dass sie an einem...

Japaner klaut Tennisschläger, weil er den Schweißgeruch mag

Diebe stehlen manchmal aus den merkwürdigsten Gründen Dinge. Die einen klauen Schilder aus Zügen, weil sie Fans sind. Die anderen stehlen Baseballausrüstung, um Geld...

Leitender Angestellter der Japan Airlines wegen Kinderprostitution verhaftet

Der 57-jährige Tatsuya Yokozeki, Leiter der Abteilung Operations Control Department, wurde von Polizeibeamten in Itabashi in Tokio festgenommen.Der Mann soll gegen das Kinderprostitutions- und...

Auch interessant

Masako Wakamiya: Eine der ältesten App-Entwicklerinnen der Welt

Für eine der ältesten App-Entwicklerinnen weltweit erwies es sich langfristig als Vorteil, ein „dokkyo roujin“ zu sein – ein älterer Mensch, der alleine lebt.Im...

Beliebte Artikel

Eiichiro Oda: Stirb für “One Piece”.

Dass Eiichiro Oda durch seinen Hitmanga One Piece sehr beschäftigt ist, war den meisten Lesern bereits bekannt.Er betonte einst, lediglich von 2:00 bis 5:00 Uhr...

Gesehen: Akira (2014)

Im August gab Universum Anime bekannt, dass der Klassiker Akira in einer überarbeiteten Fassung noch 2014 auf den Markt kommen wird, genauer am 31...

Trailer zu “Maestro!”

"Maestro!" basiert auf den gleichnamigen Musik-Manga von Saso Akira und kommt 2015 in die japanischen Kinos. Mit dabei sind Matsuzaka Tori und Sängerin...

Kommentare

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück